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Etwas mehr Umsatz und weni­ger Gewinn

Umsatz der größ­ten Auto­kon­zer­ne steigt 2024 um rund zwei Pro­zent. Gewin­ne redu­zie­ren sich um rund 20 Pro­zent. Deut­sche Auto­bran­che mit gro­ßem Minus, japa­ni­sche und ame­ri­ka­ni­sche mit Plus.

Der Umsatz der 16 welt­weit füh­ren­den Auto­kon­zer­ne leg­te im ver­gan­ge­nen Jahr um 1,6 Pro­zent zu. Vor allem die japa­ni­schen Her­stel­ler Suzu­ki und Hon­da konn­ten sich über ein zwei­stel­li­ges Wachs­tum freu­en. Die deut­schen Auto­bau­er Mer­ce­des-Benz, BMW und der Volks­wa­gen-Kon­zern kom­men zusam­men auf ein Umsatz­mi­nus von 2,8 Pro­zent. Nur der fran­zö­sisch-ame­ri­ka­ni­sche Auto­kon­zern Stellan­tis erziel­te mit minus 17 Pro­zent eine noch schwä­che­re Umsatz­ent­wick­lung. Ins­ge­samt schrumpf­ten die Gewin­ne über alle Kon­zer­ne hin­weg um 20 Prozent. 

Das sind Ergeb­nis­se einer Ana­ly­se der Bera­tungs- und Prü­fungs­or­ga­ni­sa­ti­on EY. „Gera­de die für öster­rei­chi­sche Zulie­fe­rer sehr wich­ti­ge deut­sche Auto­in­dus­trie ver­zeich­ne­te ein sat­tes Minus“, sagt Axel Preiss, Lei­ter Advan­ced Manu­fac­tu­ring & Mobi­li­ty bei EY. Ins­ge­samt lag der Gewinn­rück­gang von Volks­wa­gen, Mer­ce­des-Benz und BMW bei 27 Pro­zent. Schlech­ter als Mer­ce­des-Benz und BMW ent­wi­ckel­ten sich nur Nis­san (minus 73 Pro­zent) und Stellan­tis (minus 84).

US-Auto­bau­er ver­gleichs­wei­se erfolg­reich Auch bei der Pro­fi­ta­bi­li­tät gab es star­ke Ein­bu­ßen. Im Vor­jahr waren noch Mer­ce­des-Benz, Stellan­tis und BMW die mar­gen­stärks­ten Auto­kon­zer­ne der Welt gewe­sen. Im Jahr 2024 wur­de das Mar­gen­ran­king hin­ge­gen ange­führt von Kia, Suzu­ki und Toyo­ta. Mer­ce­des-Benz rutscht vom ers­ten auf den vier­ten Platz, BMW vom drit­ten auf den sechs­ten, und Stellan­tis sogar von Platz zwei auf Platz 15. Der Volks­wa­gen-Kon­zern beleg­te 2024 wie im Vor­jahr den zehn­ten Platz. Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich bes­ser ent­wi­ckel­ten sich vor allem die japa­ni­schen Her­stel­ler. Deren Gesamt­um­satz leg­te um acht Pro­zent zu, wäh­rend der Gewinn nur um ein Pro­zent schrumpf­te. Die US-Auto­bau­er leg­ten zusam­men mit sechs Pro­zent sowohl beim Umsatz sowie mit fünf Pro­zent auch beim Gewinn zu. 

Kei­ne kurz­fris­ti­ge Bes­se­rung der Lage und Spa­ren als Gebot der Stunde
„Schwa­cher Absatz, hohe Inves­ti­tio­nen in die Elek­tro­mo­bi­li­tät, die sich auf­grund der schwä­che­ren Nach­fra­ge nicht rech­nen. Dazu Pro­ble­me wie teu­re Soft­ware-Fehl­schlä­ge, Restruk­tu­rie­rungs­kos­ten und Rück­ru­fe“, so Preiss zu den Grün­den für die Ent­wick­lun­gen am deut­schen Markt. Im ver­gan­ge­nen Jahr stie­gen die Auf­wen­dun­gen der drei deut­schen Auto­kon­zer­ne für For­schung und Ent­wick­lung um fünf Pro­zent auf den Rekord­wert von 31,2 Mil­li­ar­den Euro. 

Laut Preiss sei­nen, die hohen For­schungs­aus­ga­ben aller­dings auch auf ver­al­te­te und inef­fi­zi­en­te Pro­zes­se in die­sem Bereich zurück­zu­füh­ren. Die­se gel­te ins­be­son­de­re im Ver­gleich zu den asia­ti­schen Wett­be­wer­bern. Zudem gebe es kei­ne kla­re Fokus­sie­rung in Bezug auf die zu adres­sie­ren­den Kun­den­seg­men­te und bei der Modell­pa­let­te. Preiss geht im lau­fen­den Jahr von kei­ner Trend­wen­de aus – weder beim Absatz noch bei Umsatz und Gewinn. 

red/czaak
29.04.2025

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