Entspannung bei Firmeninsolvenzen in Niederösterreich

Leichte Entspannung bei Firmenpleiten in Niederösterreich, so eine Analyse des Niederösterreichischen Wirtschaftspressedienstes auf Basis der aktuellen Hochrechnungen des KSV 1870 für ganz Österreich.
In Niederösterreich gab es im ersten Halbjahr 2025 bei der Entwicklung der Firmenpleiten eine leichte Entspannung. Laut einer Analyse des NÖ-Wirtschaftspressedienst mit den Werten aus der aktuellen gesamtösterreichischen Hochrechnung des Kreditschutzverbandes KSV1870, sind im größten Bundesland Österreichs heuer in den ersten sechs Monaten 260 Unternehmen insolvent geworden.
Nachholeffekt aus Corona-Zeit nun vorbei
Das entspricht einem Rückgang um über zwei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Höhe der Passiva ist dabei sogar markant um über 45 Prozent von 515 Millionen Euro auf nunmehr 282 Millionen Euro gesunken. Nach dem massiven Anstieg der Insolvenzzahlen zwischen 2023 und 2024 scheint sich die Situation in Niederösterreich nun kontinuierlich zu verbessern.„Der Nachholeffekt aus der Corona-Zeit dürfte größtenteils abgeebt sein“, so der KSV1870 in einer Aussendung zu den Österreich-Zahlen (economy berichtete gesondert). Indes hat das Insolvenzgeschehen in den meisten anderen Bundesländern sowie im Bundesdurchschnitt (hier mit plus sechs Prozent) dann schon stärker zugelegt.
Nur das Bare ist das wahre…

Neue Initiative stärkt Kultur der Bargeldzahlung und fördert faire Praxis beim Trinkgeld. Unternehmen Geldservice Austria startet den weltweit ersten Fanshop für Bargeld.
Mitten in der aktuellen Debatte zum Trinkgeld in der Gastronomie bekräftigt die GSA (Geldservice Austria) die Bedeutung von Bargeld und setzt zudem ein Zeichen für eine gelebte Trinkgeldkultur in Österreich. Heimo Ertl, Geschäftsführer der GSA, präsentierte nun den ersten Bargeld-Fanshop und dazu die Initiative „Bargeldfreundlicher Betrieb“. Beide Maßnahmen sollen die heimische Bargeldkultur stärken. Im Kontext mit der Initiative wurden auch aktuelle Umfrageergebnisse zum Zahlverhalten in der Gastronomie in Österreich präsentiert.
Bei der begleitenden Podiumsdiskussion erörterten Heimo Ertl (GSA), Matthias Schroth (Direktor Oesterreichische Nationalbank), Alois Rainer (Obmann Fachverband Gastronomie WKÖ) sowie die beiden Gastronomen Berndt Querfeld (Querfeld-Betriebe mit u.a. Café Landtmann) und Ali Pasha Ilkhanipour (Management Volksgarten) die Frage : „Kein Trinkgeld ohne Bargeld?“. Diskutiert wurden Themen wie negative Auswirkungen von Steuern und Abgaben auf Trinkgeld und die damit verbundene Unsicherheiten für Gastronom:innen. „Das ist eine nicht hinnehmbare Situation“, so der einstimmige Tenor der Gastrovertreter.
Ein Fanshop für bargeldfreundliche Betriebe
Der neue Bargeld-Fanshop versteht sich als Anlaufstelle für junge Menschen, Bargeldfans und sämtliche Betriebe, die gerne Bargeld verwenden. Auf der einen Seite werden im Onlineshop kostenlos unterschiedliche Produkte für Gastrobetriebe angeboten, die Gäste in Cafés, Restaurants und Bars animieren sollen, zum Bargeld, anstatt zur Karte zu greifen.„Bargeld hat ein verstaubtes Image. Wir wollen damit zeigen, dass Bargeld cool sein kann. Darüber hinaus beobachten wir schon länger die Tendenz, dass bei Kartenzahlungen weniger Trinkgeld gegeben wird“, so Heimo Ertl, Geschäftsführer der GSA. „Trinkgeld ist jedoch eine wichtige Form der Wertschätzung, die nicht allein aufgrund des gewählten Zahlungsmittels geringer ausfallen sollte“, unterstreicht Ertl. Zudem ist Trinkgeld oft auch Bestandteil der Entlohnung für das Servicepesonal.
Slogans „Trinkgeld gerne in Bar“ oder „Cash ist fesh“ oder „Sie zahlen Bar, oh, la, la“
Ziel des Bargeld-Fanshops, der Teil der Initiative „Bargeldfreundlicher Betrieb“ ist, ist Gäste beim Restaurantbesuch wieder vermehrt auf die Zahlungsoption Bargeld aufmerksam zu machen. Dafür hat die GSA unterschiedliches Infomaterial entwickelt.Dazu gehören verschiedenste Aufkleber für den Kassen- oder Türbereich („Trinkgeld gerne in Bar“, „Cash ist fesh“, „Sie zahlen Bar oh, la, la“) inklusive Slogan „Bargeldfreundlicher Betrieb“ oder eine Anstecknadel mit der Aufschrift „Bargeldfreundlicher Kellner“ bzw. „Bargeldfreundliche Kellnerin”, die sich das Servicepersonal an die Uniform stecken kann. Umgekehrt können auch Gäste bzw. Konsumenten unterschiedliche Fanartikel rund um das Thema Bargeld erwerben.
„Die Unternehmen kommen aktuell kaum zur Ruhe“

Zahl der Firmenpleiten weiterhin auf sehr hohem Niveau. Entwicklung bleibt aller Voraussicht nach bis Jahresende, so aktuelle Erhebung der Kreditschützer vom KSV1870.
Laut aktueller KSV1870 Hochrechnung mussten im ersten Halbjahr 2025 in Österreich 3.500 Unternehmen (+ sechs Prozent) Insolvenz anmelden. Das entspricht durchschnittlich 19 Firmenpleiten pro Tag. Der Handel, die Bauwirtschaft und der Sektor Gastronomie/Beherbergung verzeichnen weiterhin die meisten Fälle. Diese Branchen sind für knapp die Hälfte aller Unternehmensinsolvenzen verantwortlich.
Trotz mehr Insolvenzfällen sind im ersten Halbjahr 2025 die vorläufigen Passiva um fast 57 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro gesunken. Geschuldet ist diese Entwicklung vor allem einer deutlich niedrigeren Anzahl an Großinsolvenzen mit Passiva von jeweils über 500 Mio. Euro. Weiters sind 10.500 Arbeitnehmer (- 21 Prozent) und 20.000 Gläubiger (- 23 Prozent) von einer Insolvenz betroffen. Auf Basis der aktuellen Entwicklungen erwartet der KSV1870 am Jahresende die zuletzt prognostizierten rund 7.000 Unternehmensinsolvenzen.
Große Unsicherheit bei Österreichs Wirtschaftsentwicklung
Von großer Unsicherheit ist weiterhin Österreichs Wirtschaftsentwicklung geprägt. Die finanzielle Lage vieler Unternehmen hat sich in der ersten Jahreshälfte 2025 kaum stabilisiert, die heimische Geschäftslage ist aktuell so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Nur 43 Prozent der österreichischen Betriebe sind aktuell mit ihrer Geschäftslage zufrieden, wie aus einer im April 2025 veröffentlichten KSV1870 Umfrage hervorgeht (economy berichtete). Die Gründe dafür sind neben hohen Personal- und Energiekosten auch geopolitische Unsicherheiten, insbesondere bei exportorientierten Betrieben.Infolge dieser anhaltenden Schwächeperiode mussten im ersten Halbjahr 2025 in Österreich 3.500 Unternehmen (+ 6 Prozent gegenüber 2024) Insolvenz anmelden – davon wurden 1.325 Fälle (+ 11 Prozent) mangels Kostendeckung nicht eröffnet. Damit fällt der Anstieg bei den nicht-eröffneten Fällen deutlich höher aus, als bei den eröffneten Firmenpleiten (+ 4 Prozent). „Die Unternehmen kommen aktuell kaum zur Ruhe. Die unausweichliche Folge ist ein hohes Insolvenzaufkommen, wie wir es in Österreich zuletzt im Jahr 2005 zu verzeichnen hatten. Vieles deutet darauf hin, dass uns diese Situation noch einige Zeit begleiten wird“, erklärt Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz.
Größtes Insolvenzaufkommen im Handel
Wie die aktuelle KSV1870 Hochrechnung zeigt, verzeichnet der Handel seit Jahresbeginn mit 599 Fällen (+ 4 Prozent gegenüber 2024) die meisten Firmenpleiten. Innerhalb der Handelsbranche ist insbesondere der Einzelhandel (324 Fälle, + 11 Prozent) stark betroffen. Während im Großhandel (167 Fälle) ein Rückgang von fünf Prozent zu Buche steht, bilanziert der Handel mit Kraftfahrzeugen de facto auf Vorjahresniveau (108 Fälle). Hinter dem Handel folgen die Bauwirtschaft (552 Fälle) und die Gastronomie/Beherbergung (422 Fälle, + 5 Prozent).Diese drei Branchen waren im ersten Halbjahr 2025 für fast 45 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen in Österreich verantwortlich. Parallel dazu verzeichnet das Grundstücks- und Wohnungswesen (263 Fälle), den massivsten Anstieg (+ 83) nach Prozenten — insbesondere der „Kauf und Verkauf von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen“ ist betroffen. Das Grundstücks-/Wohnungswesen ist auch jene Branche, die mit rund 1,35 Mrd. Euro die höchsten Passiva aufweist. Dieser Umstand ist zum überwiegenden Teil weiteren Folgeinsolvenzen seitens der Signa-Gruppe geschuldet.
Passiva im Vergleich zum Vorjahr halbiert
Obwohl die aktuelle Analyse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mehr Insolvenzfälle zählt, haben sich die vorläufigen Passiva um 57 Prozent auf insgesamt rund fünf Mrd. Euro halbiert. Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es seit Jahresbeginn nur einen Fall mit Passiva von über 500 Mio. Euro gab. Im Vorjahr gab es zum selben Zeitpunkt bereits fünf Fälle mit Passiva von teils weit über einer Milliarde Euro, wobei davon vier Insolvenzfälle der Signa-Gruppe zuzuordnen waren.Die bis dato größte Unternehmensinsolvenz (nach Passiva mit 710 Mio. Euro) des Jahres betrifft jene der Herkules Holding (aus Signa-Gruppe). Darüber hinaus fällt auf, dass knapp 30 der 40 größten Insolvenzfälle (mind. 10 Mio. Euro Passiva) des Landes in Wien angemeldet wurden. „Rund die Hälfte aller Großinsolvenzen betreffen Unternehmen aus dem Grundstücks- und Wohnungswesen. Diese haben zuletzt recht häufig mit hohen Passiva zu kämpfen und sind traditionell vor allem in Wien angesiedelt“, so Götze.
Jüngste Entwicklung findet Fortsetzung in Prognose für 2025
Angesichts einer breiten Palette an negativen Einflüssen, mit denen sich die Unternehmen konfrontiert sehen, erwartet sich lediglich ein Fünftel der Betriebe im Jahresverlauf eine Verbesserung ihrer derzeitigen Geschäftslage. Die insgesamt eher schwache Wirtschaftsleistung lässt aus heutiger Sicht keine wesentliche Entspannung der aktuellen Insolvenzentwicklung in naher Zukunft erwarten.Der KSV1870 hält daher an seiner Prognose fest und geht davon aus, dass in Österreich am Ende des laufenden Jahres mit rund 7.000 Unternehmensinsolvenzen bilanziert werden muss. „Zwar hat sich die Auftragslage in einigen Bereichen zuletzt leicht verbessert, etwa in Teilen der Bauwirtschaft und bei den Finanzdienstleistern, doch das ist noch zu wenig, damit sich die teils massive finanzielle Schieflage der Unternehmen stabilisieren oder gar nachhaltig verbessern kann. Auch deshalb ist nicht davon auszugehen, dass die Zahl der Firmenpleiten in absehbarer Zeit sinken wird“, so Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz.
Gezielte und nachhaltige Investments

Österreichs wohlhabende Familien legen Geld fokussiert an und erreichen 2024 Rekordniveau bei Deals mit sozialem und ökologischem Nutzen. In Summe Investments über fünf Mrd. Euro mit Schwerpunkten Start-Ups und Immobilien, so aktuelle PwC-Studie.
Die wohlhabendsten Familien in Österreich investieren ihr Kapital zunehmend gezielter : Statt vieler kleiner Beteiligungen fließt es vermehrt in wenige, exakt ausgewählte Großinvestments, und das immer häufiger mit einem gesellschaftlich sozialen oder ökologischem Anspruch. Das zeigt die aktuelle Studie „Global Family Office Deals“ von PwC.
Gute Nachrichten für die österreichische Wirtschaft
Die Analyse basiert auf Daten von mehr als 11.000 Family Offices weltweit und gibt Einblicke in deren veränderte Investitionsstrategie. Obwohl weniger Transaktionen erfolgten, stieg 2024 der Gesamtwert der Investitionen in Österreich von 3,5 Milliarden (2023) auf 5,3 Milliarden US-Dollar deutlich. In Österreich wurden Angaben zufolge über 100 Family Offices untersucht. Erfasst wurden Transaktionen in den Bereichen Direktinvestments in Start-Ups oder M&A (Mergers & Acquisitions) sowie Immobilien, Fonds und die gesellschaftlich relevanten Impact-Initiativen.„Immer mehr Family Offices achten bei ihren Investments auf Werte und denken langfristig. Der Trend geht klar in Richtung gezielter Großinvestments. Das stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Österreich, sondern auch Europa insgesamt. In einem immer komplexeren Marktumfeld sind das gute Nachrichten für die österreichische Wirtschaft“, so Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich.
Doppelt so viele Investments in Start-Ups
Family Offices setzen weltweit zunehmend auf direkte Unternehmensbeteiligungen, anstatt auf klassische Anlageformen wie Immobilien oder Fonds. Global fließt noch rund ein Drittel des Kapitals in Immobilien. Über die Hälfte wird bereits in Start-Ups investiert und dieser Trend gilt auch in Österreich.Der Anteil der Start-Up-Investments hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt und liegt aktuell bei 36 Prozent. Mit knapp 60 Prozent an investierten Mitteln bleibt das sogenannte Betongold, vulgo Immobilien, dennoch klar vorne. Diese traditionelle Anlage ist fast doppelt so hoch wie im internationalen Vergleich.
Nachhaltige Kapitalanlagen auf Rekordhoch
Besonders stark gestiegen in Österreich ist der Anteil von sogenannten Impact Investments, also Anlagen mit sozialer oder ökologischer Wirkung. 2024 machten sie erstmals 58 Prozent des gesamten investierten Vermögens aus – ein Rekordwert. Besonders stark engagieren sich heimische Family Offices im Gesundheitsbereich, gefolgt von Bildungs- und Energieprojekten. Auch Regionalität bleibt dabei zentral : 96 Prozent der Investments erfolgten in Europa.„Family Offices können als Trendsetter am Kapitalmarkt gesehen werden. Sie denken langfristig, handeln unabhängig und setzen auf Wirkung, die über Generationen hinausreicht. Auch bringt die NextGen frischen Schwung und investiert in Verantwortung, Zukunft und Wandel“, unterstreicht Krickl von PwC Österreich.
Nach der Pflicht nochmal rasch die Pflicht und dann die Kür

Konsolidierungspaket der neuen Österreichischen Regierung reduziert Finanzierungslücke und ist als erster Schritt zu begrüßen. Budgetdynamik bleibt jedoch und so braucht es rasch weitere Konsolidierungsschritte, so der Österreichische Fiskalrat.
Die neue Österreichische Bundesregierung hat im Kontext mit dem zu hohen Budgetdefizit eine Reihe an Maßnahmen eingeleitet. Der Österreichische Fiskalrat begrüßt nun diese Maßnahmen, warnt aber gleichzeitig von einer Überschätzung der mittelfristigen Wirkung des Konsolidierungspakets und fordert im Kontext mit der grundlegenden Budgetentwicklung weitere Schritte.
Unterschreitung der 3 Prozent-Defizitgrenze 2028 mit derzeitigem Budgetplan nicht erreichbar
„Zusätzliche gebietskörperschaftsübergreifende Konsolidierung und Reformen sind unerlässlich und müssen jetzt eingeleitet werden, um rechtzeitig zu wirken“, so die Budget-Experten des Fiskalrates. Begründet wird dies, da die Schuldenquote ohne zusätzliche Maßnahmen nach 2029 weiter steigt und daher brauche es zusätzliche Konsolidierungsschritte, die sofort nach 2029 wirken. In Verbindung mit dem drohenden EU-Defizitverfahren warnt der Fiskalrat zudem, dass die Unterschreitung der 3 Prozent-Defizitgrenze 2028 mit derzeitigem Budgetplan nicht erreichbar sei.Für die Jahre 2025 und 2026 wird ein gesamtstaatliches Budgetdefizit von 4,3% bzw. 4,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwartet. Auch mittelfristig wird von keiner Verbesserung des Budgetsaldos ausgegangen. Die hohen Defizite sind dabei v. a. auf die starken Ausgabenerhöhungen im Laufe des letzten Jahrzehnts, die sich
über die gesamte Prognoseperiode weiter fortsetzen, aber auch auf Mindereinnahmen aufgrund der BIP-Wachstumsschwäche und der Umsetzung von einnahmensenkenden Maßnahmen der Vergangenheit (u.a. im Rahmen der ökosozialen Steuerreform) zurückzuführen.2029 soll Schuldenquote 91 Prozent des BIP erreichen
Die Konsolidierungsmaßnahmen reichen laut Fiskalrat nicht aus, um bis 2029 das Budgetdefizit unter die 3 Prozent-Maastricht-Obergrenze zu senken. Die hohen erwarteten Budgetdefizite führen in jedem Prognosejahr zu einem weiteren Überschreiten der historischen Schuldenhöchststände. 2029 soll die Schuldenquote 91 Prozent des BIP erreichen, so die Berechnungen der Experten des Fiskalrates.Ohne Konsolidierungsprogramm würde das Defizit 2025 und 2026 auf 5,3 bzw. 5,4 Prozent des BIP steigen. Das von der Regierung geplante Konsolidierungsvolumen muss durch konsequente Umsetzung der geplanten Maßnahmen des Budgetplans (in allen Ressorts, Gebietskörperschaften und außerbudgetären Einheiten wie den ÖBB) und strikten Budgetvollzug erreicht werden. Sollte sich die vom Fiskalrat erwartete Unterschreitung der geplanten Konsolidierungsvolumina 2025 und 2026 (Anm. etwa Einsparungen in Ministerien/Ressorts oder infolge Betrugsbekämpfungspakets und gebietskörperschaftsübergreifender Reformen) abzeichnen, so brauche es zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen.
Mittelfristige Konsolidierungspläne durch konkrete Maßnahmen zeitnah realisieren
Die zusätzlichen Konsolidierungspläne der Regierung ab dem Jahr 2027 sind bisher zum Teil nur mit Überschriften versehen. Zusätzlich geht die Konsolidierungswirkung einiger der kurzfristig umgesetzten Maßnahmen zurück. Um das geplante zusätzliche Konsolidierungsvolumen von jährlich 5,9 Mrd. Euro bis 2029 zu erreichen, müssen geplante Reformen mit konkreten Maßnahmen unterlegt sowie die budgetierten Einsparungen bei Ländern und Gemeinden erreicht werden. Dazu sind umgehend zielgerichtete Verhandlungen aller Gebietskörperschaften mit verbindlichen Zeitplänen bezüglich der Umsetzung von Reformen zu starten, um die nötige eingeplante Budgetwirkung rechtzeitig zu erzielen.Selbiges gilt für die Taskforces zu Betrugsbekämpfung und Förderungen, deren noch völlig offene Resultate ebenfalls bereits in den Budgetplänen berücksichtigt wurden. Auch hier sind verbindliche Zeitpläne und Meilensteine, die mit den geplanten Budgetwirkungen in Einklang stehen, transparent zu formulieren. Auf den zeitlichen Abstand von Reformumsetzung und Budgetwirkung muss dabei besonderes Augenmerk gelegt werden. Von den geplanten Einsparungen bis 2029 (14,6 Mrd Euro) sind laut Fiskalratseinschätzung bisher erst 8,4 Mrd Euro gesichert, so der Fiskalrat.
Der Weg in die Selbständigkeit via Franchising

In wirtschaftlich angespannten Zeiten ist für viele Jungunternehmer Franchising ein vergleichsweise sicherer Weg in die Selbständigkeit. Das gilt insbesondere auch in Niederösterreich, so eine aktuelle Erhebung.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind solche Unternehmen erfolgreich unterwegs, die bei ihrer Geschäftstätigkeit auf die Vertriebsform des Franchisings setzen. 2025 besteht der Österreichische Franchise-Verband (ÖFV) aus über 500 verschiedenen Systemen, 10.000 Franchise-Nehmern und knapp 13.000 Betriebsstandorten mit einem geschätzten Nettoumsatz von 12 Milliarden Euro. Mehr als 90.000 Personen sind in Österreich bei Franchise-Betrieben beschäftigt.
McDonald´s und Red Zac und Sonnentor und RE/MAX und Soluto
Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat aktuell erhoben, dass Franchising auch in Niederösterreich klar im Trend liegt. Bekannte Unternehmen, die in Österreichs größten Bundesland bei ihrer Distributionspolitik dem Franchising vertrauen, sind mittlerweile in fast allen Regionen anzutreffen. Etwa im Wiener Umland die Fast-Food-Restaurantkette McDonald´s mit der Zentrale in Brunn am Gebirge oder die Elektrohandels-Genossenschaft Euronics Austria („Red Zac“) aus Biedermannsdorf.Im Waldviertel ist die Sonnentor Kräuterhandels GmbH aus Sprögnitz bei Zwettl zu nennen und im Mostviertel die Immobilienmakler-Gruppe RE/MAX mit der Österreich-Zentrale in Amstetten. Im Industrieviertel schlägt sich die Stein- und Fliesenpflegefirma Finalit aus Baden mit dem Franchising erfolgreich und im Weinviertel das auf die Sanierung von Gebäudeschäden spezialisierte Firmennetzwerk Soluto mit Sitz in Korneuburg.
„Franchise Expo Austria 2025“ am 20. und 21. Juni im Wiener Museumsquartier
Franchisenehmer profitieren als selbständige Unternehmer in einer Verbundkette mit dem Franchisegeber von dessen Marktangebot und einheitlichem Marktauftritt sowie von seiner organisatorischen und fachlichen Unterstützung. In seinem Grundcharakter ist Franchising in erster Linie auf Klein- und Mittelbetriebe (KMU) zugeschnitten.Am 20. und 21. Juni findet im Museumsquartier Wien die „Franchise Expo Austria 2025“ statt. Auf dieser Fachmesse können Interessierte spannenden Vorträgen und Paneldiskussionen lauschen, erfolgreiche Franchise-Systeme kennenlernen und von erfahrenen Experten lernen, wie man selbst erfolgreicher Franchise-Unternehmer wird.
Unternehmen beklagen Abhängigkeit von US-Cloudanbietern

Deutscher Bitkom-Verband mit umfassender Erhebung zur Cloud-Nutzung deutscher Unternehmen. Immer mehr Betriebe fürchten Abhängigkeit von AWS, Microsoft & Co. und wünschen sich heimische Cloud-Anbieter.
In der deutschen Wirtschaft wächst die Sorge vor einer zu hohen Abhängigkeit von Cloud-Diensten aus dem Ausland. Fast zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland würden ohne Cloud-Dienste stillstehen. Zugleich halten mehr als drei Viertel (78 Prozent) Deutschland für zu abhängig von US-Cloud-Anbietern. 82 Prozent wünschen sich große Cloud-Anbieter (Anm. Hyperscaler) aus Deutschland oder Europa. Und jedes zweite Unternehmen, das Cloud-Computing nutzt, sieht sich aufgrund der neuen US-Politik gezwungen, die eigene Cloud-Strategie zu überdenken.
Für 97 Prozent der Unternehmen Herkunftsland des Cloud-Anbieters entscheidend
Das sind Ergebnisse des neuen „Cloud Report 2025“ vom Digitalverband Bitkom, für den 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland repräsentativ befragt wurden. Für praktisch alle Unternehmen (97 Prozent), die Cloud-Dienste nutzen, spielt ein vertrauenswürdiges Herkunftsland des Cloud-Anbieters eine zentrale Rolle. Für rund 70 Prozent ist es zwingende Voraussetzung. Und : 100 Prozent würden deutsche Anbieter bevorzugen, dahinter folgt mit 61 Prozent ein Anbieter aus der EU.Die USA liegen mit sechs Prozent gleichauf mit Großbritannien auf Platz 6, noch hinter den europäischen Nicht-EU-Staaten (14 Prozent), Japan (12 Prozent) und Indien (8 Prozent). „Die Cloud ist für die deutsche Wirtschaft unverzichtbar. Angesichts der geopolitischen Veränderungen ist der Cloud-Standort Deutschland in den Fokus gerückt“, so Ralf Wintergerst, Bitkom-Präsident. „Deutschland muss sich aus einseitigen Abhängigkeiten lösen, auch bei digitaler Infrastruktur“, betont Wintergerst.
Sichere und leistungsfähige Cloud aus Deutschland
Allerdings muss ein Cloud-Dienst, der Daten ausschließlich in Deutschland und vor ausländischem Zugriff geschützt verarbeitet, konkurrenzfähig sein. Sieben Prozent wären bereit, bis zu 20 Prozent mehr zu bezahlen und sechs Prozent würden Abstriche bei der Bedienbarkeit oder dem Service hinnehmen. Zwei Drittel (65 Prozent) würden allerdings keine dieser Nachteile akzeptieren.„Internationale wettbewerbsfähige Unternehmen brauchen eine international wettbewerbsfähige IT“, sagt Wintergerst. „Wir haben hierzulande Anbieter, die weltweit konkurrenzfähige Angebote aufbauen können. Klar ist : Eine deutsche Cloud muss genauso gut und genauso günstig sein, wie die Angebote anderer Anbieter. Ist sie das nicht, bleibt sie ein Nischenprodukt“, so der Bitkom-Boss.
Kommenden Dienstag, den 17. Juni erscheint ein weiterer Bericht zur Bitkom-Studie über die operative Bedeutung von Cloud-Angeboten für Unternehmen.
Qualität und Effizienz in Batterieherstellung

Siemens und Maschinenbauer Hirano Tecseed arbeiten gemeinsam an zukunftsfähiger Batterieproduktion. Standardisierung und Digitalisierung für Beschichtungsprozesse im Fokus.
Der Batteriemarkt wächst rasant – angetrieben vom globalen Wandel hin zu erneuerbaren Energien und der zunehmenden Bedeutung von Elektrofahrzeugen und Netzspeicherung. Maschinenbauer wie Hirano stehen vor der Herausforderung, die Produktionskapazitäten zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu senken, ohne Kompromisse bei Qualität und Sicherheit einzubüßen.
Hochpräzises digitales Modell für die Performance-Tests
Ein zentraler Schritt in der Fertigung ist das Beschichten von Folienstreifen mit mehreren aktiven Schichten zur Bildung der Batterieelektroden. Bereits kleinste Fehler in diesem sensiblen Prozess können Leistung und Lebensdauer der Batterien erheblich beeinträchtigen. Daher ist eine genaue Überwachung und Steuerung der Geschwindigkeit und Spannung während des Beschichtungsprozesses unerlässlich.Ein wichtiges Element der Zusammenarbeit war die Entwicklung eines digitalen Zwillings für Batteriefertigungsanlagen. Mittels einer eigenen Siemens Simulationssoftware (Anm. Simcenter™) konnte Hirano nun erfolgreich einen digitalen Zwilling einer Batteriebeschichtungsmaschine simulieren und testen. Grundlage dafür sind Echtzeitdaten aus einer Simatic-Steuerung sowie Sinamics-Antrieben, die die Pilotanlage automatisieren. Im Ergebnis ermöglicht nun ein hochpräzises digitales Modell die Performance-Tests.
Reduzierter Materialverbrauch und frühzeitige Fehlererkennung
In der Vergangenheit steuerte Hirano Maschinen auf Basis von Erfahrungswerten. Ein Vorgehen, das aufgrund fehlerhafter Einstellungen zu mangelhaften Produkten führen konnte. Mit der neuen Digital-Twin-Technologie von Siemens kann Hirano nun Maschinen in einer virtuellen Umgebung konfigurieren und testen, bevor physische Prototypen eingesetzt werden. Das reduziert den Materialverbrauch und zudem können potenzielle Produktfehler frühzeitig erkannt werden.„Entwicklungsteams können Maschineneinstellungen in der virtuellen Umgebung bis zu fünfmal schneller bewerten und optimieren als im realen Betrieb“, so Siemens in einer Aussendung. Zudem können bis zu 80 Prozent der Simulation und des digitalen Zwillings mit vorkonfigurierten Standardfunktionsbausteinen erstellt werden – was Implementierungs- und Inbetriebnahmezeiten verkürzt und die Entwicklungskosten senkt.
Neues Niveau an Effizienz und Qualität in Batterieproduktion
„Die Integration von Simulationssystemen für Mechatronik und Automatisierung in eine einheitliche Modellierungsumgebung hat Hirano maßgeblich dabei unterstützt, mögliche Produktfehler frühzeitig zu erkennen und die Prozessoptimierung unserer Maschinen in einer virtuellen Umgebung voranzutreiben“, so Katsuhiro Omori, Director und Executive Officer für R&D bei Hirano Tecseed.„Durch den Einsatz unserer modernen Simulations- und Automatisierungstechnologien ermöglicht Siemens Hirano, ein neues Niveau an Effizienz und Qualität in der Batterieproduktion zu erreichen“, ergänzt Michael Thomas, Senior Vice President Factory Automation und Head of Production Machines bei Siemens.
Datenmanagement als neuer strategischer Faktor

Unabhängige Souveränität oder mehrfache Abhängigkeit beim Thema Daten als entscheidende Frage für Unternehmen. IT-Dienstleister T‑Systems setzt schon länger konsequent auf digitale Souveränität bei Cloud- und Infrastrukturservices.
Daten gelten als das Rückgrat moderner Unternehmen. Sie steuern Prozesse, treiben Innovationen und sichern nachhaltigen Erfolg. Mit steigender Bedeutung und der Digitalisierung wachsen auch die Anforderungen : Wo liegen die Daten, wer hat Zugriff und wie lässt sich regulatorische Sicherheit gewährleisten ? Die Antworten auf diese Fragen haben eine strategische Dimension.
Geopolitische Lage zeigt Brisanz
Die geopolitische Lage zeigt, wie wichtig Unabhängigkeit und Flexibilität beim Management von Daten sind. In der Geschwindigkeit, in der internationale Sanktionen und preistreibende Zölle eingeführt werden, kann kaum ein Unternehmen die IT-Infrastruktur wechseln. Die Folge ist eine entsprechende Abhängigkeit.Vor diesem Hintergrund gewinnen souveräne Cloud-Lösungen zunehmend an Bedeutung. Digitale Souveränität bestimmt, wie unabhängig, sicher und zukunftsfähig Unternehmen agieren können – beispielsweise in der Reglementierung, wer auf die Daten zugreifen kann. Denn selbst wenn diese in Europa gespeichert sind, können US-Behörden darauf zugreifen — vorausgesetzt sie befinden sich im Besitz eines US-Unternehmens. In manchen Sektoren wie Gesundheit oder Verwaltung ein No-Go.
Digitale Unabhängigkeit
Die IT-Branche hat auf diese Entwicklung reagiert, T‑Systems als Tochter der Deutschen Telekom ist ein Vorreiter bei Cloud- und Infrastrukturservices, die konsequent auf digitale Souveränität ausgerichtet sind. Viele Unternehmen und systemrelevante Institutionen setzen auf diese Services und dazu gehört auch die Industrie- und Handelskammer München (IHK).Die IHK setzt seit 2020 auf die Open Telekom Cloud (OTC), um Datenschutz, regulatorische Anforderungen und technologische Flexibilität zu verbinden. „Die Cloud ist deutlich kostengünstiger, da wir nur das bezahlen, was wir tatsächlich nutzen und zudem flexibel neue Lösungen implementieren können“, so Roberto Schumann, Leiter IT-Services der IHK München.
Die Standortfrage bei Rechenzentren
Das Portfolio von T‑Systems als souveräner Cloud-Partner für Europa reicht von verschlüsselten Public-Cloud-Lösungen, die ausschließlich in europäischen Rechenzentren und von europäischem Personal betrieben werden, bis hin zu Open Source Lösungen oder bewährter Standardsoftware.„So werden, je nach Bedarf, alle drei Ebenen digitaler Souveränität abgedeckt : Daten, Betrieb und Technologie — und so behalten Unternehmen ohne Abhängigkeit von anderen Staaten oder unsicheren Rechtslagen die volle Kontrolle darüber“, so Eduard Kowarsch, Head of Cloud Services von T‑Systems Austria.
Digitalisierung als Chance für modernes Gesundheitswesen

Ein nachhaltig zukunftsfähiges Gesundheitsökosystem steht und fällt mit einem unabhängigen wie sicheren Datenmanagement. Ein Expertenkommentar von Peter Lenz, Managing Director T‑Systems Austria.
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens nimmt Fahrt auf und das ist eine überfällige Notwendigkeit. Ein zentrales Thema ist dabei die Kontrolle über unsere Gesundheitsdaten und das inkludiert Speicherort sowie Verarbeitung und Nutzung. Wenn internationale Unternehmen außerhalb Europas für die Verwaltung unserer Daten zuständig sind, verlieren wir die Kontrolle über deren Verwendung.
Die Verantwortung der Datenspeicherung
Der sicherste und verantwortungsvollste Ansatz wäre daher, die Daten in österreichischen Rechenzentren zu speichern – mit strengeren Datenschutzvorgaben sowie letztaktuellen Schutzmaßnahmen und Sicherheitsprüfungen. Als T‑Systems fokussieren wir uns genau auf diese Aspekte mit Lösungen für eine sichere und souveräne Datenhaltung.Umfassende und sichere Gesundheitsplattform
Eine zukunftsfähige Gesundheitsplattform könnte über ELGA hinausgehen und auch Reha-Daten, Pulsmessungen oder Blutzuckerwerte integrieren – für ein umfassendes 360-Grad-Gesundheitsprofil eines jeden Menschen und eine präventive Gesundheitsvorsorge mit vielen Vorteilen.Ganzheitlich und sicher und vernetzt
T‑Systems fördert diesen Wandel durch Konzepte, die ein ganzheitliches, sicheres und vernetztes Ökosystem ermöglichen. Damit so ein Gesundheitswesen Realität werden kann, braucht es Voraussetzungen für die sichere und verantwortungsvolle Nutzung unserer Daten.Jahrzehntelange Expertise im Gesundheitswesen
Die nötigen Technologien — für digitale Gesundheitsplattformen, KI-gestützte Diagnosen und Telemedizin — sind verfügbar. Die Zukunft des Gesundheitswesens beginnt daher jetzt und dafür braucht es eine durchdachte Strategie mit Datensicherheit, Interoperabilität und Nutzen für Patienten und Fachkräfte gleichermaßen. T‑Systems Austria hat hier umfassendes Know-How und über 40 Jahre Erfahrung am österreichischen Healthcare-IT Markt.„Dominanz der US-Digitalkonzerne besorgniserregend!“

Analyse der 1.000 umsatzstärksten Unternehmen. USA und Asien schafften Umsatzwachstum. US-Digitalkonzerne dominieren. Europas Top-Betriebe schrumpften. OMV und voestalpine schaffen Platzierung.
Für das Jahr 2024 sind Konzerne aus den USA und Asien in punkto Umsatz- und Gewinnwachstum weltweit führend : Während die größten nordamerikanischen Unternehmen ihren Umsatz insgesamt um 4,5 Prozent steigern konnten und Asiens Großunternehmen ein Plus von 3,2 Prozent schafften, verzeichneten die europäischen Top-Unternehmen zusammen ein Umsatzminus von 1,1 Prozent.
Auch bei der Gewinnentwicklung verlieren Europas Top-Konzerne zunehmend den Anschluss. Sie mussten im Jahr 2024 einen Rückgang des operativen Gewinns um 6,5 Prozent hinnehmen. Die US- und asiatischen Konzerne legten mit plus acht bzw. plus 19 Prozent vergleichsweise kräftig zu. Gemessen am Umsatz finden sich mit OMV (Platz 270) und voestalpine (569) auch zwei Vertreter aus Österreich unter den Top‑1.000-Unternehmen der Welt.
US-Regulatorien spitzen Lage zu
Das sind Ergebnisse einer Studie von EY, für die die Bilanzen der jeweils 1.000 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt (ohne Banken und Versicherungen) analysiert wurden. „Die wirtschaftliche Lage Europas ist und verschärft sich besorgniserregend weiter. Während US-Konzerne stark gewachsen sind und ihre Gewinne steigern konnten, geraten europäische Unternehmen zunehmend unter Druck. Europas traditionelle Stärke in der Industrie wird aktuell zur Herausforderung, da klassische Branchen wie die Automobilindustrie eine tiefgreifende Transformation durchlaufen“, so Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich.„In dieser ohnehin schwierigen Situation verschärft die chaotische US-Zollpolitik die Lage weiter. Unternehmen verschieben Investitionen, agieren vorsichtiger und reduzieren Kosten. Doch ohne klare Planbarkeit sind ihre Handlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt“, so Reimoser weiter. Und : „Besonders besorgniserregend ist die Dominanz der US-Technologiekonzerne. Europäische Unternehmen haben diesen marktbeherrschenden und umsatzstarken US-Tech-Giganten wenig entgegenzusetzen“, betont der EY-Experte.
Die Kluft wird sich im laufenden Jahr weiter vergrößern
Aus seiner Sicht kann „nur eine Handvoll europäischer Firmen im Technologiebereich auf globaler Ebene mithalten“. Während Industrieunternehmen unter Zöllen, Handelsbeschränkungen und gestörten Lieferketten leiden, „verzeichnen Digitalkonzerne Rekordgewinne und investieren Milliarden in Innovation“.„Die Kluft wird sich im laufenden Jahr weiter vergrößern“, unterstreicht Reimoser. Die Technologieunternehmen im Top‑1.000-Ranking verzeichneten im vergangenen Jahr ein Gewinnwachstum von 28 Prozent – die Autoindustrie hingegen ein Minus von neun Prozent, die chemische Industrie gar um elf Prozent.
Höchste Gewinne für Saudi-Aramco und Apple
Sieben der zehn Unternehmen mit dem höchsten operativen Gewinn haben ihren Sitz in den USA. Mit umgerechnet 191 Milliarden Euro war allerdings der saudische Ölkonzern Saudi Aramco das bestverdienende Unternehmen der Welt – vor Apple (114 Milliarden Euro) und der Google-Muttergesellschaft Alphabet (104 Milliarden Euro).Das gewinnstärkste europäische Unternehmen war im vergangenen Jahr der Ölkonzern Shell auf Rang 13 im weltweiten Gewinnranking. Die Pharmabranche wies mit 16,5 Prozent die höchste Gewinnmarge auf. Auf dem zweiten Platz folgen Energieversorger (rund 16 Prozent) und die Kommunikations-/Medienbranche mit 15 Prozent. Die niedrigste Marge erzielte die Automobilindustrie mit rund sechs Prozent.
„Deutsche Wirtschaft fasst langsam wieder Tritt“

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der vom ifo-Institut regelmäßig erhobene Geschäftsklimaindex ist im Mai gestiegen. Die Wirtschaft kommt langsam wieder in Schwung.
Das in München ansässige ifo-Institut erhebt bei deutschen Unternehmen regelmäßig den sogenannten Geschäftsklima-Index und der ist nun im Mai erstmals wieder gestiegen. Primär war dies einmal auf weniger skeptischen Erwartungen zurückzuführen. Die Beurteilung der laufenden Geschäfte wurde hingegen weiter verhaltener beurteilt. Trotzdem : Final hat die „zuletzt stark gestiegene Unsicherheit unter den Unternehmen abgenommen und die deutsche Wirtschaft fasst langsam wieder Tritt“, so das ifo-Institut in einer Aussendung
Die Lage in den einzelnen Branchen
Runtergebrochen auf einzelne Branchen zeigt sich beim Verarbeitenden Gewerbe eine deutliche Steigerung. Die Firmen korrigierten insbesondere die Erwartungen merklich nach oben. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie besser. Der Auftragseingang stabilisierte sich. Besonders stark war der Stimmungsaufschwung in der Nahrungsmittelindustrie. In der Chemischen Industrie war es etwas schlechter.Dienstleistungssektor sowie Transport und Logistik
Auch im Dienstleistungssektor hat sich die positive Entwicklung des Geschäftsklimas fortgesetzt. Dies war auf verbesserte Erwartungen zurückzuführen, die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen aber ebenso verhaltener. Beim Bereich Transport und Logistik zeigt sich eine Erholung von dem Stimmungseinbruch, den die Zollankündigungen verursacht hatten.Der Handel und die Baubranche als wichtiges Stimmungsbarometer
Spürbar gestiegen ist der Index auch im Handel, wo insbesondere die Erwartungen kräftig zulegten. Dies gilt sowohl für Groß- als auch Einzelhandel. Die Händler zeigten sich auch zufriedener mit den laufenden Geschäften. Und im wichtigen Baugewerbe ist das Geschäftsklima zum vierten Mal in Folge gestiegen. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser. „Hier schwindet der Pessimismus vergleichsweise auch bei den Erwartungen“, so die Experten vom ifo-Institut.Zahlreiche Stationen und ein frischer Blick

Thomas Kicker wird neuer CEO von Magenta Telekom. Der Spezialist für „Start-Up High-Growth Tech Companies“ war von 2016 weg bei Telekom Deutschland in den USA, 2019 bei Palantir, 2022 bei blackshark sowie zuletzt bei der Cyan AG.
Mit Anfang August übernimmt Thomas Kicker (49) den Vorsitz der Geschäftsführung von Magenta Telekom Österreich. Er folgt damit auf Interims-CEO Dominique Leroy. Sie hatte die Rolle zusätzlich zu ihrer Funktion als Europa-Vorständin interimistisch von Rodrigo Diehl übernommen, welcher Anfang des Jahres das Deutschland-Geschäft der Deutschen Telekom übernahm.
Kicker blickt auf eine über 20-jährige berufliche Laufbahn bei verschiedenen Unternehmen der Technologiebranche zurück. Der berufliche Start nach einem WU-Studium erfolgt 1999 bei KPMG. Von 2012 bis 2015 war er als CCO bereits Mitglied der Geschäftsführung von Magenta. Danach, ab 2016, arbeitete er bei der Deutschen Telekom in den USA, ab 2019 bei Palantir, ab 2022 bei blackshark.ai und schließlich zuletzt, ab bzw. mit 2024, bei der börsennotierten Cyan AG.
Neue Impulse und ein geforderter frischer Blick
„Thomas bringt Erfahrung im Führen klassischer Unternehmen als auch von Start-up High-Growth Tech Unternehmen mit. Wir freuen uns, ihn wieder bei uns begrüßen zu dürfen und sind zuversichtlich, dass er mit frischem Blick die Entwicklung von Magenta weiter vorantreiben wird“, so Dominique Leroy, Europa-Vorständin der Deutschen Telekom.„Magenta ist für mich mehr als ein Unternehmen – es ist ein Teil meiner beruflichen DNA. Ich bin hochmotiviert, gemeinsam mit dem Team neue Impulse zu setzen, den eingeschlagenen Weg kraftvoll weiterzugehen und Magenta in einem sich rasant verändernden Markt erfolgreich zu positionieren“, so Thomas Kicker zu seinem neuen Engagement.
Höchster Stand seit zwölf Jahren

Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa steigen 2024 auf höchsten Stand seit zehn Jahren. Allein gegenüber 2023 zeigt sich Steigerung um über zwölf Prozent, im Vergleich zu 2021 um rund siebzig Prozent.
Im Jahr 20a24 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa erneut deutlich gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Creditreform Wirtschaftsforschung. Demnach erhöhten sich die Fallzahlen gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf insgesamt 190.449 Fälle (2023 : 169.792). Das ergibt den höchsten Stand seit 2013.
„Drei Jahre Stagnation und wirtschaftliche Flaute haben nicht nur Deutschland im Griff. Europa leidet insgesamt unter einer schwachen konjunkturellen Entwicklung. Der deutlich verschärfte Wettbewerb hat zu einem signifikanten Anstieg der Insolvenzen geführt“, sagt Patrik Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss. „Seit dem bisherigen Tiefpunkt im Jahr 2021 ist die Zahl der Firmenpleiten in Westeuropa um fast 70 Prozent gestiegen – und ein weiterer Anstieg zeichnet sich ab“, so Hantzsch.
Breiter Anstieg in nahezu allen Ländern und besonders betroffene KMU
Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform in Österreich erläutert die Ursachen : „Hohe Zinsen, steigende Energiepreise, eine insgesamt schwache Nachfrage sowie geopolitische Unsicherheiten belasteten die Stabilität vieler Unternehmen. Besonders betroffen waren kleine und mittlere Betriebe, die oft nur über geringe finanzielle Rücklagen verfügen.“In 15 der 17 untersuchten westeuropäischen Staaten nahmen die Insolvenzzahlen zu. Lediglich in Dänemark und Großbritannien wurden Rückgänge verzeichnet. Besonders stark fiel der Anstieg in Griechenland (plus 43 Prozent), Irland (plus 32) und den Niederlanden (plus 32) aus. Auch in den großen Volkswirtschaften Deutschland (plus 23), Frankreich (plus 17) und Italien (plus neun Prozent) wurde ein deutlicher Zuwachs registriert. In fast allen untersuchten Ländern liegen die aktuellen Fallzahlen inzwischen klar über dem Niveau von 2019, das als Vergleichsgröße aus der Zeit vor der Corona-Pandemie dient.
Baugewerbe besonders in Mitleidenschaft gezogen
„Mit dem Auslaufen der pandemiebedingten Sonderregelungen hat sich der erwartete Nachholeffekt eingestellt. Dass die Zahl der Insolvenzen inzwischen deutlich über dem Vor-Corona-Niveau liegt, hängt jedoch auch mit einer Reihe anhaltender Krisen und struktureller Versäumnisse der Vergangenheit zusammen. Die Unternehmen haben kaum Gelegenheit sich zu erholen und weiterzuentwickeln“, erklärt Hantzsch.Am stärksten betroffen war 2024 das Baugewerbe, das einen Zuwachs von 15 Prozent verzeichnete. Steigende Baukosten, hohe Finanzierungskosten und eine schwächelnde Nachfrage erhöhten den wirtschaftlichen Druck auf die Branche. Auch im Dienstleistungssektor nahm die Zahl der Insolvenzen mit plus 14 Prozent überdurchschnittlich zu. Im Verarbeitenden Gewerbe schwächte sich der Anstieg gegenüber dem Vorjahr auf plus neun Prozent ab, im Handel beträgt das Plus acht Prozent.
Entwicklung in Mittel- und Osteuropa
„Das Baugewerbe zählt zu den Hauptleidtragenden der aktuellen Wirtschaftsschwäche. Bereits in den vergangenen Jahren ist der Anteil dieses Sektors am Insolvenzgeschehen gestiegen. Inzwischen entfällt nahezu jede fünfte Unternehmensinsolvenz in Westeuropa auf diesen Bereich“, so Weinhofer. Der Anteil des Handels hingegen sei leicht auf 30 Prozent zurückgegangen, laut Weinhofer „ein Hinweis auf eine beginnende Konsolidierung in dieser Branche“.Auch in den meisten mittel- und osteuropäischen Ländern stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen, wenngleich die Fallzahlen in vielen Fällen noch unter dem Niveau von 2019 liegen. Besonders deutlich war der Anstieg zuletzt in Polen, Lettland, Slowenien, Litauen und Estland. Ein starker Rückgang in Ungarn beeinflusste jedoch das Gesamtbild spürbar : Mit 39.681 registrierten Fällen lag die Gesamtzahl der Insolvenzen in Osteuropa dadurch deutlich unter dem Vorjahreswert von 64.917.
Die Türkei und die steigenden Insolvenzzahlen in den USA
In der Türkei stieg die Zahl der Unternehmensaufgaben um 21 Prozent auf 32.591 Fälle. Das war der sechste Anstieg in Folge. Ein starker Zuwachs wurde hier im Handel verzeichnet. „Häufige Ursachen für Unternehmensinsolvenzen in Osteuropa sind schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Finanzierungschwierigkeiten, gestiegene Kosten sowie eine schwache Kaufkraft“, ergänzt Hantzsch.In den Vereinigten Staaten nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zu – um 17 Prozent auf 30.009 Fälle. Trotz eines moderaten Wirtschaftswachstums belasteten weiterhin hohe Zinsen und zurückgehende Konsumausgaben die Unternehmen. Die Fallzahlen blieben aber unter dem Vor-Corona-Niveau. Noch 2018 und 2019 wurden in den USA jeweils fast 40.000 Unternehmensinsolvenzen registriert.
Die Digitalisierung der Arbeit

Integration von KI in Unternehmen soll massiv zunehmen. Im Fokus stehen die Themen Produktivitätszuwachs und Senkung der Arbeitskosten, so eine aktuelle Studie von Salesforce.
Eine aktuelle internationale Studie von Salesforce zeigt : Die Integration von KI-Agenten in Unternehmen soll einer Studie zufolge massiv zunehmen. Die Angaben weisen bei der Steigerung des KI-Einsatzes einen Wert von 327 Prozent bis 2027 aus und das soll, aller Voraussicht nach, einen Produktivitätszuwachs von 30 Prozent erzeugen und Arbeitskosten um 19 Prozent senken.
Damit einher gehen Führungskräfte im Personalbereich von entsprechend tiefgreifenden Umstrukturierungen ihrer Organisation und der Mitarbeiterentwicklung aus. So kann es für jeden vierten Mitarbeitenden zu einer neuen Rolle im Unternehmen kommen. Für die Studie hat NewtonX im Auftrag von Salesforce 200 international verantwortliche Führungskräfte aus dem Personalbereich befragt.
Ausdrücklich kein Ersatz für menschliche Arbeit Bei agentischer KI steht ausdrücklich nicht der Ersatz menschlicher Arbeit im Fokus, sondern deren Erweiterung durch die nahezu grenzenlos skalierbare Technologie. Vier von fünf der befragten Personalverantwortlichen planen deshalb gezielte Weiterbildungen, um die Belegschaft für die Arbeit mit KI-Technologien fit zu machen. Ein spezielles Augenmerk liegt dabei auf sogenannten Soft Skills wie Beziehungsaufbau und die Fähigkeit zur Kollaboration.
„KI-Agenten lösen eine tiefgreifende Transformation aus. Produktivitätszuwächse werden nicht mehr durch Herausforderungen wie den Fachkräftemangel gehemmt, sondern durch die Erweiterung menschlicher durch digitale Arbeitskraft ermöglicht”, sagt Alexander Wallner, CEO Salesforce für Central Europe. „Damit Unternehmen dieses Potenzial heben können, müssen sie Stellenprofile und die Aufgabenverteilung neu strukturieren und vor allem ihre Belegschaft gezielt für die Arbeit in diesem neuen Kontext weiterbilden“, soWallner.
Die zentralen Studien-Ergebnisse im Überblick
Beim betrieblichen Einsatz von KI wird eine schnelle Entwicklung erwartet. 85 Prozent der befragten Unternehmen haben zwar noch keine KI-Agenten implementiert, dennoch sind 80 Prozent überzeugt, dass die Belegschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre aus menschlichen und digitalen Arbeitskräften bestehen wird.Nötig sind tiefgreifende Veränderungen in Organisationsstrukturen. 77 Prozent erwarten Auswirkungen von KI-Agenten auf ihre Organisationsstrukturen und 86 Prozent betrachten es als künftiges Kernelement ihrer Arbeit, digitale Arbeit in die Abläufe und Abteilungen zu integrieren. Gleichzeitig geben 73 Prozent an, dass die Belegschaft ihrer Unternehmen die Auswirkungen von Digitalisierung und KI auf ihre eigene Arbeit noch nicht verstanden hat.
Sogenannte Soft-Skills bekommen wieder höheren Stellenwert
89 Prozent erwarten höherwertige Aufgaben für menschliche Arbeitskräfte. Die Führungskräfte gehen davon aus, dass 61 Prozent in ihren jetzigen Rollen verbleiben und Hand in Hand mit KI-Agenten arbeiten, während 23 Prozent in anderen Rollen oder Abteilungen wirken werden. Diesen Ansatz befürworten satte 88 Prozent der Manager:innen da sie ihn für kostengünstiger halten als die Einstellung neuer Kräfte.Dazu passt, dass bereits jetzt 81 Prozent der Personalchefs personelle Umstrukturierungsprogramme betreiben (20 Prozent) oder dies planen (61 Prozent). Ein Comeback der Soft-Skills zeigt sich auch : 75 Prozent der Personalchefs glauben, dass mit Digital Labor sogenannte Soft Skills an Bedeutung gewinnen. Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Anpassung werde einen neuen hohen Stellenwert erlangen.
„Ur günstig, kein Schmäh!“

Kreativagentur DIVISION4 inszeniert für A1 spektakuläre Kampagne auf Straßen Wiens. Konzept als Paradebeispiel für gelungenes Guerilla-Marketing mit Fokus auf Awareness und direktes Begegnungserlebnis.
Eine aufmerksamkeitsstarke Guerilla-Marketing-Aktion mit dem Slogan „Ur günstig, kein Schmäh!“ – setzt die Kreativagentur DIVISON4 aktuell in Wien für den Telekom- und Mobilfunkprovider A1 um. Im Zentrum der als erlebnisorientierte Live-Kampagne konzipierten Aktion stehen 2,5 Meter (!) hohe Ziffern in Kombination mit auffällig gekleideten Schauspieler:innen in sogenannten Morphsuits.
Charmanter Wiener Schmäh‘ und viel Energie
Mit einem charmanten Wiener Schmäh‘ und viel Energie präsentieren die Akteure ein aktuelles Top-Angebot von A1 (Anm. bis zu 300 Mbit/s Internet um nur € 29,90 pro Monat und die ersten sechs Monate gratis). Die mobile Inszenierung bewegte sich quer durch Wien, unter anderem vom Schwedenplatz zum Stephansplatz, über den Graben und Kohlmarkt zum Michaelerplatz, in die Mariahilfer Straße, den Karmelitermarkt und die Prater Hauptallee.Hochwertiges Internet muss nicht teuer sein
Ziel war es, das Angebot auf unkonventionelle Weise in den öffentlichen Raum zu bringen – und zwar direkt zu den Menschen, direkt ins Stadtbild. „Die Aktion ist ein Paradebeispiel für mutiges, erlebnisorientiertes Marketing. Wir wollten ein Lebensgefühl vermitteln – und gleichzeitig klar kommunizieren : Hochwertiges Internet muss nicht teuer sein,“ erläutert Matthias Simperl, Leitung Marketing Communications von A1.
Ambivalente Entwicklung bei Autoverkäufen

Absatzkrise auf EU-Neuwagenmarkt hält an. In Österreich leichter Anstieg. E‑Autos legen in EU erneut deutlich zu, in Österreich noch mehr. Konjunktur und geopolitische Unsicherheiten prägen Märkte.
Der Neuwagenmarkt in der EU bleibt im Krisenmodus. Im März schrumpfte hier der Neuwagenabsatz um 0,2 Prozent, der dritte Monat mit einem Minuswachstum. Im gesamten ersten Quartal gingen die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent zurück. Der österreichische Markt hat sich besser entwickelt : Die Neuzulassungen legten im März um ein Prozent zu, im gesamten ersten Quartal stiegen sie um vier Prozent.
Hohes Vorkrisenniveau bleibt in weiter Ferne
Mit diesen Zahlen bleibt das Vorkrisenniveau in weiter Ferne : Im März 2019 vor der Corona-Pandemie und dem anschließenden Chipmangel wurden 19 Prozent mehr Neuwagen in der EU verkauft als im März 2025. In Österreich lag der Absatz im März ebenfalls 19 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat im Jahr 2019.„Einige externe Faktoren bremsen das Wachstum, darunter die schwierige konjunkturelle und geopolitische Lage oder auch die steigende Arbeitslosigkeit. Zudem dämpfen auch die hohen Neuwagenpreise die Kauflust“, sagt Axel Preiss, Leiter Advanced Manufacturing & Mobility bei EY. „Wir gehen davon aus, dass sich 2025 als nächstes Krisenjahr für die Autoindustrie erweisen wird – auch, weil die Schwierigkeiten in China und den USA immer größer werden“, so Preiss.
Deutliches Plus bei E‑Autos
Während der Gesamtmarkt schwächelt, legen die Neuzulassungen von Elektroautos aktuell deutlich zu, in Österreich wie in der EU. Die Zahl neu zugelassener E‑Autos stieg im März im Vergleich zum Vorjahresmonat EU-weit um 17 Prozent, in Österreich um 32 Prozent. Der Elektro-Marktanteil kletterte in der EU von 13 Prozent im März 2024 auf 15 Prozent und lag damit auch deutlich über dem Durchschnittswert des Gesamtjahres 2024 (rund 14 Prozent).In Österreich wuchs der Elektro-Marktanteil von 18 auf rund 24 Prozent. In 20 der 27 EU-Länder stiegen die Elektro-Neuzulassungen. Einen insgesamt wachsenden Neuwagenmarkt verzeichneten 18 der 27 Länder.„Die Zahlen deuten nicht unbedingt auf ein steigendes Interesse hin. Manche Autobauer haben die Auslieferung und Zulassung von Elektroautos von Ende 2024 ins Jahr 2025 verschoben, so können die strengeren Emissionsvorgaben für 2025 besser erfüllt werden“, erläutert Preiss. Und : „EU-weit drückte vor allem der größte Absatzmarkt für E‑Autos – Deutschland – die Nachfrage nach unten, hier war der Markt rückläufig, nachdem die Umweltprämie ausgelaufen war. Nach wie vor sind Förderungen wesentlich für den Erfolg von E‑Autos“, unterstreicht der EY-Experte.
Neuzulassungen von Elektroautos im März
Da die EU-Kommission plant, den Herstellern mehr Zeit für das Erreichen der Emissionsvorgaben einzuräumen, rechnet Preiss damit, dass der Druck auf die Hersteller, kurzfristig und buchstäblich ohne Rücksicht auf Verluste den Absatz von Elektroautos zu steigern, nachlassen wird : „So drastische Preissenkungen und attraktive Leasing-Angebote wie in den vergangenen Monaten wird es dann vermutlich nicht mehr geben.“Wie schon zuvor konnte Tesla auch im März nicht vom Aufwärtstrend bei Elektroautos profitieren. Die Tesla Neuzulassungen sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um 36 (!) Prozent, der Anteil am Elektro-Markt hat sich von 21 auf 12 Prozent verringert. Der Anteil am Gesamtmarkt schrumpfte von 2,8 auf 1,8 Prozent. Im EU-Vergleich ist zu erkennen, dass in den meisten Ländern deutliche Rückgänge verzeichnet wurden, vor allem in Belgien und der Schweiz. Andererseits legten die Neuzulassungen von Tesla-Modellen in Italien und Spanien im März deutlich zu.
Elektro-Marktanteil bleibt im Osten Europas weiter sehr niedrig
Einen hohen Anteil am Neuwagenmarkt hatten E‑Autos im März vor allem in Nordeuropa und den Benelux-Ländern – auch dank großzügiger staatlicher Fördermaßnahmen. In vielen EU-Ländern sind Elektroautos hingegen nach wie vor ein Nischenprodukt. In immerhin 15 EU-Ländern lag der Elektro-Marktanteil im März unter zehn Prozent.Besonders niedrig ist der Marktanteil von Elektroautos in den ost- und südosteuropäischen Ländern : In Kroatien etwa lag er im März bei gerade einmal 1,3 Prozent, in Rumänien bei 2,8 Prozent. Umgekehrt in den skandinavischen und nordeuropäischen Ländern, wo sich Elektroautos großer Beliebtheit erfreuen. Dänemark wies im März mit 68 Prozent erneut den EU-weit höchsten Marktanteil von Elektroautos auf, vor Finnland (39) und den Niederlanden (36 Prozent). Deutschland lag mit einem Elektro-Marktanteil von rund 17 Prozent im EU-Vergleich im oberen Mittelfeld, so die Erhebungen von EY.