Digitale Ausbildungsinnovation in Diätologie

Künstliche Intelligenz und digitale Avatare als Schwerpunkte einer neuen Plattform für das Fach Diätologie. „E+DIETing_LAB“ verknüpft wissenschaftliche und praktische Komponenten für das Training von Studierende vor echten Behandlungen.
Das auf Künstlicher Intelligenz basierte „Digital Lab for Education in Dietetics“ soll eine Brücke zwischen fachlich und wissenschaftlich exzellenter Ausbildung für Diätolog*innen und deren alltäglicher Berufspraxis darstellen. Ein internationales Team von Diätologen und IT-Experten entwickelte in dem EU-Projekt eine digitale Plattform mit virtuellen Avataren für die Beratungspraxis in der Diätologie – das sogenannte E+DIETing_Lab.
Studierende können mit den Avataren die Beratung trainieren, bevor sie diese mit echten Patient:innen durchführen. Diätexperten der Fachhochschule St. Pölten waren federführend am Projekt beteiligt. Final entstanden in Zusammenarbeit zwischen sechs europäischen Institutionen drei Ergebnisse : eine virtuelle Patient:innen-Chatbot-Plattform, eine virtuelle Klinik und ein Informations-Toolkit — als Unterstützung der diätologischen Ausbildung und weiterer öffentlicher Gesundheitsinitiativen in Europa.
Mehr als 1.000 Personen aus fünf Ländern involviert
„Das Projekt hat über 1.000 Teilnehmer:innen aus Österreich, Spanien, Belgien, Polen und Portugal direkt eingebunden, darunter Studierende, Lehrkräfte, Diätolog:innen und Gemeindemitglieder. Weltweit haben Hochschuleinrichtungen und Gesundheitsorganisationen bereits Interesse an der Einführung der entwickelten Tools bekundet“, erklärt Johann Grassl, der das Projekt mit Forscherin Elise Mandl am Department Gesundheit der FH St. Pölten umgesetzt hat.Eine Errungenschaft des Projekts ist die virtuelle Patient*innen-Chatbot-Plattform als Selbstlernplattform für Diätologie-Studierende. Sie ermöglicht simulierte Diätberatungen mit virtuellen Patient:innen, die an Adipositas, Diabetes oder Zöliakie leiden. In sechs Sprachen verfügbar, bietet sie Studierenden eine sichere Umgebung, um Anamnese, Diätprotokolle und klinische Argumentation praxisnah zu trainieren. „Die Plattform verbindet Theorie und Praxis, um Studierende auf reale Interaktionen vorzubereiten“, so Elise Mandl, Junior Researcher an der Fachhochschule St. Pölten.
Bewusstsein für gesunde Gewohnheiten steigern
Die virtuelle Klinik ergänzt die Chatbot-Plattform, indem sie Studierenden die Möglichkeit gibt, telemedizinische Konsultationen mit echten oder simulierten Patient:innen unter fachlicher Aufsicht durchzuführen. Während der Pilotphase nahmen 270 Teilnehmer:innen, darunter Studierende, Lehrkräfte und Gemeindemitglieder, an den virtuellen Ernährungsberatungen teil.Über 75 % der Gemeindemitglieder gaben an, dass sie durch die Beratungen ihr Bewusstsein für gesunde Gewohnheiten gesteigert haben. Ein Vorteil der virtuellen Klinik ist ihre Fähigkeit, reale Konsultationen in zukünftige virtuelle Patient:innenfälle umzuwandeln, wodurch ein kontinuierliches Wachstum der Lernressourcen sichergestellt werden soll.
Langfristige Wirkung und internationale Auszeichnung
Um die langfristige Nutzung der entwickelten Ressourcen zu gewährleisten, wurde ein umfassendes Informationspaket mit praktischen Anleitungen, Berichten und Empfehlungen für Lehrpläne entwickelt. Dieses Toolkit soll Hochschulen und Organisationen bei der nachhaltigen Implementierung digitaler Lernmethoden unterstützen und dabei technische Umsetzung und Datenschutzrichtlinien berücksichtigen. Die Projektpartner haben sich zudem verpflichtet, die virtuelle Patientenplattform für mindestens drei weitere Jahre weiterzuentwickeln und bereitzustellen.Der Erfolg des Projekts wurde auch international gewürdigt : Das E+DIETing_LAB belegte den ersten Platz in der Kategorie „People’s Choice“ der europäischen und afrikanischen „Triple E Awards“ für die EDI Community Engagement Initiative zu Equity, Diversity and Inclusion. Das E+DIETing_Lab wurde im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ finanziert. Koordiniert wurde das Projekt von der Europäischen Atlantischen Universität in Spanien, Partner sind neben der FH St. Pölten die Unis Valladolid in Spanien, Porto in Portugal, die AP Hogeschool Antwerpen in Belgien und die Jan-Kochanowski-Universität in Polen.
Ein festlich schulischer Bewerb für die Mobilität

Bei Projekt „CLEA – Check and Leave for Environmental Action“ unter Leitung der FH St. Pölten forschten Schüler zum Thema nachhaltige und inklusive Mobilität.
Im Forschungsprojekt „CLEA – Check and Leave for Environmental Action“ unter Leitung der FH St. Pölten erforschten Schüler:innen zwischen 6 und 17 Jahren gemeinsam Fragen der nachhaltigen und inklusiven Mobilität und entwickelten zudem Spiele, die das Bewusstsein für das Thema Klimaschutz nachhaltig schärfen sollen. Unterstützt wurden sie dabei von Forscher:innen der FH St. Pölten. Jetzt präsentierten die über 150 teilnehmenden Schüler:innen an der FH bei einem Forschungsfest die Ergebnisse aus dem Projekt.
Ziel des Projekts ist es, das Mobilitätsverhalten langfristig zu beeinflussen und damit einen positiven Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Schulen konnten mit einem Kooperationszuschuss für eigenständige Schulprojekte zum Thema nachhaltige Mobilität teilnehmen. Im Projekt entwickelten die Schüler gemeinsam mit Forschern auch ein „Klima-Reisespiel“, das im Rahmen des Abschlussfestes vorgestellt wurde. Darüber hinaus gab es am Campus Mobilitätsstationen.
CO2-Fußabdrücke berechnen, reflektieren und diskutieren
Beim Forschungsfest planten die Schüler – ausgestattet mit analogen Karten – selbst eine Route für einen möglichen Schulausflug. Sie zeichneten die Strecke ein, berechneten die zurückzulegende Entfernung, ermittelten Höhenmeter und schätzten die benötigte Zeit. Dabei wendeten sie grundlegende physikalische und mathematische Konzepte wie Geschwindigkeit, Weg-Zeit-Berechnungen und Maßstabsrechnungen an. Zudem lernten sie das Lastenfahrrad der FH St. Pölten kennen und verwendeten die Informationen dann im Rahmen einer Präsentation.„Im Rahmen von Workshops und Exkursionen thematisierten wir während des Projekts mit den Schüler:innen das Mobilitätsverhalten und dessen Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Sie lernten verschiedene Forschungsmethoden kennen und wandten einige davon auch aktiv an. Anhand einfacher Beispiele erlernten sie etwa, CO2-Fußabdrücke zu berechnen, zu reflektieren und zu diskutieren“, erklärt Hirut Grossberger, Senior Researcher am Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung der FH St. Pölten, die das Projekt koordiniert hat.
Sozial-gesellschaftliche Aspekte von Mobilität ebenso behandelt
Auch sozial-gesellschaftliche Aspekte von Mobilität wurden im Projekt thematisiert. Die Inhalte der Workshops wurden vorab gemeinsam mit den Pädagogen individuell konzipiert und an die verschiedenen Altersstufen angepasst. In Summe waren 17 Bildungseinrichtungen involviert. Sieben Schulen aus der Region beteiligten sich direkt. Zusätzlich beteiligten sich noch drei Kindergärten und zwei Volksschulen aus Wien, zwei PTS und eine AHS aus Niederösterreich, drei Volksschulen aus der Steiermark und aus Wien sowie eine AHS aus der Steiermark.Gerüstet mit dem erworbenen Wissen führten die Schüler dann auch in ihrem näheren Umfeld Befragungen durch, was bedeutet Mobilität generell für Familienangehörige, die Nachbarschaft und Bekannte. In einem Workshop wurden die erhobenen Daten gemeinsam mit Wissenschaftler*innen ausgewertet und die Ergebnisse interpretiert. „Das Projekt richtete sich zwar hauptsächlich an Kinder und Jugendliche, erreichte durch die angewandten Methoden aber auch deren Familien und Umfeld“, so Grossberger.
Projekt CLEA – Check and Leave for Environmental Action
Das Projekt wird durch das Carl Ritter von Ghega Institut für Integrierte Mobilitätsforschung an der FH St. Pölten geleitet. Partner sind das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, das Institut für Creative\Media/Technologies sowie aus der Wirtschaft Goodville Mobility e.U. und die Königreich der Eisenbahnen GmbH.Die Partnerschulen waren : Allgemeine Sonderschule Hainfeld, Allgemeine Sonderschule Traisen, BG/BRG Lilienfeld, BG/BRG St. Pölten Josefstraße, NMS Theodor Körner St. Pölten, Volksschule Hainfeld und Volksschule Traisen. Durchgeführt wird das Projekt im Rahmen des Talente Regional-Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI).
Die Europäische Zentralbank und ihre Beschlüsse

Anfang April genehmigte der EZB-Rat den Jahresbericht 2024 der EZB. Finanzmarktinfrastrukturen, Zahlungsverkehr, Rechtsregularien und Sicherheit, Governance und die Bankenaufsicht als zentrale Schwerpunkte.
Am 11. April 2025 genehmigte der EZB-Rat den Jahresbericht 2024 der EZB. Der Bericht wurde sodann dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments vorgelegt und am 28. April 2025 in 23 Amtssprachen der Europäischen Union auf der Website der EZB veröffentlicht. Der Jahresbericht beinhaltet mehrere Schwerpunkte und dazu gehört auch das Thema Finanzmarktinfrastrukturen und Zahlungsverkehr mit einem gesonderten Fokus auf das Sicherheitenmanagementsystem des Eurosystems.
Qualität von statistischen Daten für den Euroraum
Der EZB-Rat nahm den aktuellen Stand des Projekts zum Sicherheitenmanagementsystem des Eurosystems (Anm. Eurosystem Collateral Management System/ECMS) zur Kenntnis. Dem letzten und aktuellen Update (Anm. vom Februar) zufolge schreitet das Projekt im Einklang mit dem Projektplan und dem für die Inbetriebnahme vorgesehenen Termin voran.
Die Ergebnisse der in allen Funktionsbereichen durchgeführten Tests zeigten jedoch, dass noch ein paar Herausforderungen bestehen. In dem alle zwei Jahre erscheinenden Bericht wird die Qualität von statistischen Daten für den Euroraum anhand der folgenden Kriterien analysiert : a) Stichhaltigkeit der Methode, b) Aktualität, c) Verlässlichkeit und Stabilität, d) interne Konsistenz und e) externe Konsistenz/Kohärenz mit anderen vergleichbaren Statistikbereichen.EZB-Bankenaufsicht
Ein sehr relevanter Themenbereich betrifft die Bankenaufsicht. Die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zu internen Strategien, Verfahren und Kontrollen, die die Umsetzung restriktiver Maßnahmen der Union und der Mitgliedstaaten sicherstellen, sind die zentralen Kriterien. In den Leitlinien werden gemeinsame EU-Standards für die Governance-Regelungen sowie die Strategien, Verfahren und Kontrollen festgelegt, über die Finanzinstitute verfügen sollten, damit sie die Regelungen für restriktive Maßnahmen einhalten können.„Die gemeinsamen Standards sollen eine Vereinheitlichung bewirken, da sich die Erwartungen der zuständigen Behörden an die Finanzinstitute im Hinblick auf die Einhaltung der restriktiven Maßnahmen erheblich unterscheiden, auch wenn diese Maßnahmen auf EU-Ebene festgelegt werden“, so die EZB in einer Aussendung. Der gesamte Bericht wurde sodann dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments EU-Parlaments vorgelegt und Ende April wurde der gesamte Bericht in 23 EU-Amtssprachen auf der Website der EZB veröffentlicht.
Seltene Erden in Tulln

Neues Forschungsprojekt am Institut für Umweltbiotechnologie in Tulln zu Recyclingverfahren für Seltene Erden. Wichtiges Basismaterial für Smartphones oder Laptops wird primär durch Abbau gewonnen, nachhaltige Verfahren zur Rückgewinnung gibt es kaum.
Um neue Recyclingverfahren für sogenannte „Seltene Erden“ zu entwickeln, hat die Universität für Bodenkultur Wien am Institut für Umweltbiotechnologie in Tulln das Forschungsprojekt REEaLIGN ins Leben gerufen. Seltene Erden sind essenziell für den Hightech-Bereich, beispielsweise in Smartphones, Laptops, LED-Leuchtmitteln oder auch Elektromotoren. Aktuell werden diese wertvollen Rohstoffe hauptsächlich durch Abbau gewonnen, doch gibt es kaum effektive Recyclingmethoden, um den steigenden Bedarf zu decken.
Nachhaltige und wirtschaftliche Verfahren zur Rückgewinnung
REEaLIGN zielt daher darauf ab, nachhaltige und wirtschaftliche Verfahren zur Rückgewinnung dieser Metalle zu entwickeln.Der Recyclingprozess für Seltene Erden ist bisher technisch anspruchsvoll und entsprechend teuer, da die Metalle in den Geräten nur in geringen Konzentrationen vorkommen. Im Vergleich dazu werden Metalle wie Aluminium oder Kupfer bereits mit hohen Recyclingquoten von über 50 Prozent wiederverwertet, während bei Seltenen Erden weniger als ein Prozent recycelt wird. Der Name „Seltene Erden“ resultiert daher, da diese Elemente in der Erdkruste häufig vorkommen, jedoch meist in kleinen, verstreuten Lagerstätten, was die wirtschaftliche Gewinnung erschwert.Kombination der Methoden Biolaugung, Biosorption und Bioakkumulation
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines innovativen Recyclingverfahrens, das die Methoden Biolaugung, Biosorption und Bioakkumulation kombiniert. Dieser dreistufige Prozess umfasst die Herstellung eines Metallextrakts aus Elektroschrott, die Entfernung von Metallen wie Eisen, Kupfer und Aluminium sowie die Rückgewinnung der Seltenen Erden. Das Verfahren soll umweltfreundlich, effizient und nachhaltig sein, ohne schädliche oder giftige Stoffe zu verwenden oder problematische Abfälle zu produzieren.Innovationen für den Markt denken

Niederösterreich ist ein Wissenschaftsland geworden. Die aktuellen Prämierungen beim „tecnet accent Innovation Award“ zeigen einmal mehr umfangreiche und inhaltlich breite Innovationskraft junger Forschender.
Letzten Donnerstag wurde der „tecnet accent Innovation Award“ der Universität für Weiterbildung Krems im Milleniumssaal des Landhauses verliehen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte im Rahmen der Veranstaltung die zentrale Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für Niederösterreich und zeichnete drei Projekte aus dem Gesundheitsbereich aus. Die Veranstaltung bot auch Gelegenheit für einen Blick auf die eindrucksvolle Entwicklung von Niederösterreich zu einem auch international beachteten Forschungs- und Wissenschaftsstandort.
Von Donau Uni Krems über MedAustron und ISTA bis zum neuen Wissenschaftscampus Hainburg
„Wir waren uns damals schon bewusst, Niederösterreich ist ein Land, das über keine Rohstoffe verfügt, aber wir haben auf alle Fälle viele junge Talente und kluge Köpfe und deswegen war es richtig und notwendig in den gesamten Bereich der Wissenschaft und Forschung zu investieren“, erinnerte Johanna Mikl-Leitner, Landeschefin von Niederösterreich, an die Anfänge der Wissenschaft in Niederösterreich.„Mittlerweile können wir sagen : ja, Niederösterreich ist zu einem Wissenschaftsland geworden, das wir immer weiter ausbauen“, verwies Mikl-Leitner etwa auf (auch) internationale Leuchtturmprojekte wie das MedAustron in Wiener Neustadt, das ISTA in Klosterneuburg oder an den künftigen Wissenschaftscampus in Hainburg. Nukleus für all diese überaus erfolgreichen Aktivitäten waren die positiven Erfahrungen im Rahmen der Gründung und Umsetzung der Donau Uni Krems.
Drei Projekte aus dem Gesundheitsbereich
Es geht aber auch darum dieses neue Wissen in die wirtschaftliche Umsetzung zu bringen. „Schön ist, dass wir heute drei Projekte in den Mittelpunkt stellen, die aus dem Gesundheitsbereich kommen“, so Mikl-Leitner und erinnerte zugleich an die laufende Gesundheitsreform im Land, mit dem Ziel neue Strukturen zu schaffen und die Gesundheitsversorgung nachhaltig auf höchstem Niveau garantieren zu können. „Mit dem Award würdigen wir nicht nur herausragende Forschende, sondern auch die Institutionen und ihre Bedeutung für die Gesellschaft“, ergänzte Viktoria Weber, Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung an der Uni für Weiterbildung Krems.Ziel des Wettbewerbs ist der Transfer wissenschaftlicher Ideen in praktische Anwendungen – auch ohne fixen Businessplan. „Wir wollen junge Forschende ermutigen, ihre Innovationen für den Markt zu denken“, sagt Doris Agneter, Geschäftsführerin der tecnet equity Niederösterreich. „Seit der Gründung 2009 haben bereits rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Coachings und Wettbewerben teilgenommen. Wir wollen junge Forschende ermutigen, ihre Innovationen für den Markt zu denken“, betont sie die Entwicklung.
KI-basiertes Verfahren im Röntgenbereich und präzise Erfassung von Geruchsstoffen
Den ersten Preis beim aktuellen Bewerb erhielt Kenneth Chen von der Universität für Weiterbildung Krems. Er entwickelt ein KI-basiertes Verfahren zur automatisierten Erkennung von Beinachsenabweichungen auf konventionellen Knie-Röntgenbildern. Das neue System soll künftig eine präzisere Diagnostik ermöglichen – ohne zusätzlichen Aufwand in der Bildgebung.Zwei zweite Plätze gingen an innovative Projekte aus Sensorik und Biotechnologie. Einmal Juan A. Allegretto von der Danube Private University, der mit einer neuartigen Plattform zur präzisen Erfassung von Geruchsstoffen überzeugte. Die optischen Sensoren könnten zukünftig in der Lebensmittelkontrolle, im Umweltmonitoring oder bei der medizinischen Diagnostik Anwendung finden. Und dann Adrian Lendvai vom IMC Krems, der gemeinsam mit einem interdisziplinären Team an einem Peptid forscht, das das Knochenwachstum fördert und die Integration von Implantaten beschleunigen soll.
Deutschland legt neuen Fokus auf Digitalisierung

Die neue Koalition in Deutschland schafft eigenes Digitalministerium und zahlreiche neue Programme für Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Was noch fehlt sind konkrete Zuständigkeiten und Finanzierungsfragen, so der deutsche Digitalverband Bitkom.
Der Digitalverband Bitkom begrüßt die Schaffung eines eigenen Digitalministeriums durch die künftige Bundesregierung sowie die vielen digitalpolitischen Vorhaben der Regierungsparteien. Eingemahnt wird dabei eine schnelle Konkretisierung der Vorhaben und eine Klärung der Finanzierung. In einem aktuellen Positionspapier listet der Bitkom-Verband die wichtigsten Aspekte auf und dazu gehören einmal die Bereiche Staatsmodernisierung, Bürokratieabbau, Wirtschaftswachstum und die Stärkung der digitalen Souveränität.
Positiv sei, dass sich „digitale Vorhaben durch alle Bereiche in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ziehen und die zahlreichen im Koalitionsvertrag angeführten Maßnahmen zu Modernisierung und Digitalisierung des Staates und zum Bürokratieabbau“. Der Koalitionsvertrag habe „digitalpolitisch insgesamt ein hohes Ambitionsniveau“. Eingefordert wird hier aber „die einzelnen Vorhaben konkret auszugestalten und mit den nötigen Finanzmitteln zu hinterlegen, damit es nicht bei allgemeinen Absichtserklärungen bleibt“.
Starkes Bekenntnis zu Rechenzentrum-Standort Deutschland
Das Bitkom-Papier beschäftigt sich auch mit dem neuen Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung. Hier brauche es „eine zügige und verbindliche Klärung der Befugnisse und Zuständigkeiten, nur so kann es zum Antreiber für die Digitalisierung werden“. Die neue Koalition „muss diese Fragen bereits mit dem Organisationserlass des Bundeskanzlers unmittelbar nach Regierungsübernahme klären“. Ein weiteres Thema ist die Digitale Infrastruktur, der Koalitionsvertrag enthält ein TK-Netzausbau-Beschleunigungs-Gesetz, das ein echtes „überragendes öffentliches Interesse“ auch für den Netzausbau vorsieht und das adressiert auch einen raschen Ausbau des Glasfasernetzes.
Ein eigener Punkt im neuen deutschen Regierungsübereinkommen ist das starke Bekenntnis zu einem Rechenzentrums-Standort Deutschland. Insbesondere die Ausweitung der Strompreiskompensationen auch auf Rechenzentren kann die digitale Infrastruktur und damit unmittelbar auch Deutschlands digitale Souveränität stärken. Ebenso bedeutend sei die Verankerung des sogenannten Digital-Only & Once-Only-Prinzips für Verwaltungsdienstleistungen im Koalitionsvertrag. Damit wird sichergestellt, dass Bürger:innen Daten künftig an einer Stelle hinterlegen können und nicht bei jedem Verwaltungsvorgang erneut angeben müssen.Schlüsseltechnologien wie KI, Quantentechnologie und Mikroelektronik
Nächstes Thema ist die Digitale Souveränität & Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Dazu gehört die Förderung von Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Mikroelektronik sowie der explizite Auf- und Ausbau der KI-Recheninfrastruktur und eine bürokratiearme und innovationsfreundliche Ausgestaltung des AI Acts. Ein eigenes Kapitel ist den Start-Ups gewidmet. Hier sind weniger Hürden für Gründungen und Beteiligungen vorgesehen sowie mehr Kapital für Innovation und Wachstum.
Ein massiver Hebel für den Bürokratieabbau sei laut Bitkom die Abschaffung der Schriftformerfordernisse per Generalklausel. Positiv sind auch die angekündigte Verabschiedung eines jährlichen Bürokratieentlastungsgesetzes sowie die vollständige Umsetzung und Ausweitung des „Pakts für Planungs‑, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung“. Ein Fokus gilt Energie & Nachhaltigkeit, wo laut Bitkom-Verband allerdings die Potenziale der Digitalisierung „außer Acht gelassen werden“.Chancen eines europäischen Gesundheitsdatenraums
Mit der Digitalisierung besitze Deutschland einen „starken Hebel, um die CO2-Emissionen deutlich zu senken und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“. Hier „muss die neue Bundesregierung nachbessern“. Besonders hervorzuheben ist aus Bitkom-Sicht noch die Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr und damit die Pflicht, mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit neben Bargeld anzubieten.
Im Bereich Gesundheit ist die Fortführung der elektronischen Patientenakte positiv, allerdings findet sich keine Erwähnung der Potenziale von KI für die Gesundheit oder auch der Chancen des europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS). „Hier wäre eine stärkere Fokussierung wünschenswert gewesen“, so der Bitkom-Verband. Im Bereich Bildung fehle „ein klares Bekenntnis und dazu auch die Finanzierung zum Digitalpakt 2.0“. Positiv sei dafür die datengestützte Schulentwicklung, ein Bildungsverlaufsregister und eine Schüler-ID.Behörden der inneren Sicherheit werden besser vernetzt
Bei den Themen Verteidigung, innere Sicherheit und Cybersicherheit nehme „der Koalitionsvertrag wichtige und ambitionierte Weichenstellungen vor“. Die Bundeswehr wird digiatler und dazu gehört ein starker Fokus auf die Förderung von Zukunftstechnologien wie KI und Software Defined Defense. Behörden der inneren Sicherheit sollen zudem besser vernetzt und mit neuen Befugnissen ausgestattet werden.
Das Bitkom-Papier schließt mit einem Fazit : „Im neuen Koalitionsvertrag finden sich viele wichtige Maßnahmen. Da jedoch alle Vorhaben unter Finanzierungsvorbehalt stehen, kommt es nun auf die Priorisierung an. Ein echter Aufbruch wird nur gelingen, wenn die wichtigen Absichtserklärungen auch mit konkreten Maßnahmen hinterlegt werden“.Innovative Projekte und Firmengründungen

Niederösterreichischer Wettbewerb riz up Genius prämiert auch heuer wieder Innovationen. Der von Gründer-Agentur des Landes veranstaltete Bewerb zeichnet Projekte in vier Kategorien aus. Einreichungen noch bis 9. April möglich.
Noch bis 9. April können einzelne Personen oder Teams ihre innovativen Problemlösungen zu Papier bringen und zum „riz up GENIUS ideen- und gründerpreis“ einreichen. Diese Auszeichnung der besten Geistesblitze findet heuer bereits zum 24.-mal im Rahmen der Gründerinitiative des Landes Niederösterreich statt. Ohne jede Themenbeschränkung sind dazu Ideen aus sämtlichen Wissenschaftszweigen erwünscht, egal ob als Einzelprojekt oder als Ergebnis einer Teamarbeit.
Geldpreise im Gesamtwert von fast 50.000 Euro
Gewürdigt werden herausragende Leistungen in den vier Kategorien „Regional genial“, „Innovativ genial“, „Digital genial“ sowie „Ökologisch genial“. Die besten Ideen werden im September 2025 bei einer großen Abschlussveranstaltung vorgestellt und prämiert. Die Sieger erhalten Geldpreise im Gesamtwert von fast 50.000 Euro. Der „riz up GENIUS ideen- und gründerpreis“ wird von riz up – der Gründer-Agentur des Landes Niederösterreich organisiert.Wirtschaftskammer Niederösterreich, Industriellenvereinigung Niederösterreich, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, die NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus sowie Flughafen Wien, Wiener Städtische Versicherung, EVN, Novomatic und RIZ-Förderverein NÖ-Süd unterstützen das Projekt.
Ideas4Business in Amstetten

Schüler der HAK Amstetten entwickeln Innovationen für Unternehmen. Der inhaltliche Fokus liegt auf den Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Marketing. Das Projekt wird von der FH St. Pölten und regionalen Betrieben unterstützt.
Von 12. bis 14. Februar fand in Amstetten zum ersten Mal der „Ideas4Business“-Hackathon statt. Dieser praxisorientierte Bewerb soll Schülern der HAK Amstetten die Möglichkeit bieten, sich aktiv mit aktuellen Problemstellungen aus der Wirtschaft auseinanderzusetzen. Ideas4Business ist ein Kooperationsprojekt zwischen der HAK Amstetten, der Fachhochschule St. Pölten, MakerSpace[A] in Amstetten und regionalen Unternehmen.
Vernetzung zwischen Unternehmen und Hochschule und Schule
„Ziel ist, Schüler:innen praxisnah an unternehmerische Herausforderungen heranzuführen, indem sie reale Fallbeispiele aus den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Personalmanagement und Marketing bearbeiten“, erläutert sagt René Bremböck, Direktor der HAK Amstetten. „Unterstützt durch die FH St. Pölten und der Infrastruktur des MakerSpace[A] entwickelten die Jugendlichen innovative Lösungsansätze und sammelten wertvolle Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft“, so Bremböck von der HAK Amstetten.„Neben dem Wissenstransfer stärkt Ideas4Business die Vernetzung zwischen Unternehmen, Hochschule und Schule und trägt aktiv zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Amstetten bei“, ergänzt Thomas Moser, Leiter des Instituts für Creative\Media/Technologies. Thematische Schwerpunkte des Hackathons sind Nachhaltigkeit und Mobilität, Digitalisierung, Kommunikation und Social-Media-Marketing sowie Employer Branding.
Reale Fragestellungen von regionalen Unternehmen
Die beteiligten Unternehmenspartner dieses Jahr waren die Doka GmbH (Digitalisierung im HR-Bereich), Lisec GmbH (Zukunftskompetenzen im kaufmännischen Bereich), die Raiffeisenbank Amstetten (Digitalisierung eines Malwettbewerbs), die Stadtgemeinde Amstetten (Nachhaltige Mobilität für Schülern), die voestalpine BÖHLER Profil GmbH (Markenstrategie und Employer Branding), die Volksbank NÖ AG (Die Wahl der Hausbank durch Jugendliche) und Welser Profile GmbH (Nachhaltigkeit authentisch kommunizieren).Ideas4Business ist eine dreitägige Veranstaltung der HAK Amstetten, der FH St. Pölten, des MakerSpace[A] in Amstetten und regionalen Unternehmen aus dem Mostviertel. Unterstützt wird das Event von der Stadtgemeinde Amstetten, den teilnehmenden Unternehmen und dem Digital Makers Hub, der im Rahmen des FFG-Programms „Digital Innovation Hubs in Österreich“ vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft gefördert wird.
Ein Schwerpunkt zum Thema Gehirn

Neurowissenschaften im Fokus bei der alljährlichen Woche des Gehirns an der Med Uni Innsbruck mit ganzheitlichen Zugängen von Ernährung über Bewegung bis Vorsorge gegen neurogenerative Erkrankungen.
Die internationale Woche des Gehirns ist seit vielen Jahren Fixpunkt im Veranstaltungskalender der Medizinischen Universität Innsbruck. Auch heuer wieder erwartet Besucher:innen vom 10. bis 14. März ein Vortragsprogramm, wo sich ExpertInnen der Med Uni Innsbruck ganzheitlich, von Ernährung über Bewegung bis Meditation, mit der Vorsorge gegen neurodegenerative Erkrankungen beschäftigen.
Fortschritte in Forschung, Prävention und Therapie
Ein bedeutender Schwerpunkt der Forschung an der Medizinischen Universität Innsbruck liegt auf den Neurowissenschaften. Neben der wissenschaftlichen Arbeit, die zu einem immer besseren Verständnis des Gehirns und seiner Funktionen beiträgt, ist es den Wissenschaftern und Medizinern ein Anliegen, die Bevölkerung über Fortschritte in der Forschung, Prävention und auch Therapie zu informieren, so die Veranstalter.Vorsorge für ein fittes Gehirn
Neueste Forschungsergebnisse zeigen etwa, dass Einsamkeit oder Bewegungsmangel ähnlich starke Effekte wie Zigarettenrauchen auf die Gehirngesundheit haben kann. In der Woche des Gehirns vom 10. bis 14. März wird sich daher dieses Jahr alles um die Vorsorge für ein fittes Gehirn drehen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte kommen aus den Bereichen internistischer Diabetologie und Endokrinologie sowie aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht.Sexting und Sextortion und Cyber-Grooming

Jugendliche zunehmend von sexueller Belästigung im Internet betroffen. Soziale Netzwerke, Messengerdienste und Onlinespiele Orte der Übergriffe. Initiative Saferinternet präsentiert neue Studie.
Jugendliche sind im Internet regelmäßig mit sexueller Belästigung konfrontiert. Anzügliche Kommentare, intime Fragen oder die Aufforderung, Nacktbilder zu schicken : 38 Prozent der Jugendlichen waren bereits zumindest einmal mit sexueller Belästigung im Internet konfrontiert. Erschreckende zehn Prozent geben an, oft betroffen zu sein. Sogar bei den 11- bis 14-Jährigen sind bereits mehr als ein Viertel (28 Prozent) betroffen. Bei der älteren Altersgruppe, den 15- bis 17-Jährigen, sind es schon 51 Prozent.
Hälfte der weiblichen Jugendlichen und rund ein Viertel der männlichen Jugendlichen
Während mehr als die Hälfte der weiblichen Jugendlichen solche Erfahrungen gemacht hat, ist rund ein Viertel der männlichen Jugendlichen davon betroffen. Etwa die Hälfte aller Befragten geht davon aus, dass bereits Kinder im Volksschulalter online von sexueller Belästigung betroffen sind. In erster Linie finden die Übergriffe in sozialen Netzwerken statt, gefolgt von Messengern und Onlinespielen. Beunruhigend ist, dass knapp ein Drittel der Befragten sexuelle Belästigung im Internet als normal beurteilt. Viele der befragten Jugendlichen bezeichnen solche Erfahrungen als „Teil der digitalen Lebenswelt“.Das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT), die Internet Service Providers Austria (ISPA) und Rat auf Draht präsentierten kürzlich im Rahmen der EU-Initiative Saferinternet eine Erhebung über sexuelle Belästigung im Internet. 405 österreichische Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren wurden dafür befragt.
Viel Unsicherheit bei Jugendlichen zu Themen Sexting und Nacktbilder
Der Austausch von Nacktbilden kann für Jugendliche Teil ihrer selbstbestimmten Sexualität sein. Dies passiert jedoch nicht immer freiwillig oder einvernehmlich. 42 Prozent der Befragten haben in ihrem Umfeld bereits wahrgenommen, dass Nacktfotos ohne Zustimmung weitergeschickt oder veröffentlicht wurden. Fünf Prozent geben an, davon selbst betroffen zu sein. Auf Nachfrage sind sich viele Betroffene unsicher, ob die Entscheidung tatsächlich freiwillig war. Einige sagen sogar, dass sie die Aufnahmen nicht freiwillig verschickt haben.„Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass es vielen Kindern und Jugendlichen schwerfällt, ihre persönlichen Grenzen aufzuzeigen und Nein zu sagen“, erklärt Barbara Buchegger, Pädagogische Leiterin von Saferinternet. Sechs Prozent der Befragten geben an, schon einmal heimlich in einer intimen Situation gefilmt worden zu sein. 65 Prozent sind der Meinung, dass Kinder und Jugendliche häufig mit Nacktbildern erpresst werden, die sogenannte Sextortion.
Betroffene werden immer jünger
„Besonders viele Beratungsanfragen kommen von Sextortion-Opfern, insbesondere von männlichen Kindern und Jugendlichen. Auch werden diese immer häufiger mit KI-generierten Inhalten erpresst. Auffallend ist, dass die Betroffenen immer jünger werden“, berichtet Birgit Satke, Leiterin von Rat auf Draht. Wenn Nacktfotos ohne Zustimmung der Abgebildeten weitergeleitet werden, kann das gravierende Folgen nach sich ziehen.„In vielen Fällen werden die Betroffenen stigmatisiert, gemobbt und sehen einen Schulwechsel oft als letzten Ausweg, wie die Leidtragenden selbst berichten“, verdeutlicht Satke. Dennoch ist die Hälfte der Kinder und Jugendlichen der Meinung, dass Personen, die Nacktfotos von sich verschicken, selbst schuld sind, wenn diese dann weiterverbreitet werden.
Neue Broschüre klärt über strafrechtliche Konsequenzen auf
„Jugendlichen ist kaum bewusst, dass eine Verbreitung von Nacktbildern ohne Zustimmung strafrechtlich relevant sein kann“, betont Stefan Ebenberger, Generalsekretär der ISPA. „Es fehlt oft das Wissen darüber.“ Die neue Broschüre „Jugendliche und Sexualität im Internet“ von Saferinternet.at klärt über strafrechtliche Konsequenzen auf und bietet Informationen für Betroffene sowie präventive Maßnahmen.Auf unangenehme sexuelle Fragen reagieren fast zwei Drittel der Befragten, indem sie diese ignorieren, während 57 Prozent die Personen blockieren. 39 Prozent geben an, Personen, die ihnen solche Fragen stellen, auch an die jeweiligen Plattformen zu melden. Jugendliche empfinden dieses Vorgehen aber als wenig zielführend, es gibt wenig Vertrauen in das Meldeverfahren. Im Kontext mit der EU-Verordnung Digital Services Act gehen die Plattformen dann gegen sexuelle Belästigung vor.
Verantwortung von Eltern und Schule
Wie notwendig umfassende Präventionsmaßnahmen sind, wird ebenso durch die Studie untermauert. Saferinternet unterstützt etwa mit Präventionsworkshops und zahlreichen Informationsmaterialien. Rat auf Draht bietet kostenlose Beratung auf der gleichnamigen Internet-Plattform und unter der Notrufnummer 147 an. „Es ist essenziell, dass Jugendliche lernen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und sich zu schützen. Gleichzeitig müssen wir Erwachsene als Ansprechpersonen stärken“, betont Barbara Buchegger.Nur zehn Prozent der Befragten reden mit jemandem über ihre Erfahrungen. „Für Eltern bedeutet das zunächst, anzuerkennen, dass Sexualität auch im Internet ein Teil des Lebens von Jugendlichen ist. Sie sind gefordert, ihre Kinder ernst zu nehmen und ihr Selbstvertrauen zu stärken, damit diese nicht ausschließlich auf Anerkennung aus dem Netz angewiesen sind“, so Buchegger weiter.
Bauprozessmanagement als neues Studienangebot

Donau-Uni Krems erweitert Studienangebot. Bei Bachelor Professional startet in Kooperation mit BAUAkademie BWZ OÖ die Studienrichtung „Bauprozessmanagement“. Projektmanagement, Teamführung und innovative Bautechnologien im Fokus.
Um für die ständigen Veränderungen der Bauwirtschaft gerüstet zu sein, ist laufende Weiterbildung essenziell. Modernes Bauprozessmanagement bezieht sich auf die effiziente Verwaltung und Koordination aller Aktivitäten, die während eines Bauprojekts stattfinden. Es umfasst die Planung, Organisation, Überwachung und Steuerung von Ressourcen, Zeitplänen, Kosten und auch Qualitätsstandards. Damit soll der erfolgreiche Abschluss eines Projekts gewährleistet sein.
Bautechnische und ‑betriebliche Aspekte ebenso wie betriebswirtschaftliche Bereiche
Das neue Weiterbildungsstudium der Donau-Uni Krems vermittelt entsprechend Fähigkeiten im Projektmanagement, in der Teamführung und in der Anwendung moderner Bautechnologien. Die neuen sogenannten Stackable Programs ermöglichen es zudem, das Studium in kleinere Schritte zu unterteilen und an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Durch Anerkennungsmöglichkeiten können sich auch Studiendauer und ‑kosten reduzieren.Das neue Studium integriert bautechnische und baubetriebliche Aspekte ebenso wie betriebswirtschaftliche und rechtliche. Damit wird eine ganzheitliche Perspektive auf das Management von Bauprojekten ermöglicht. Das Studium geht insbesondere auf den Einsatz moderner Technologien wie digitales Projektmanagement und Building Information Modeling (BIM) ein, die den Bauprozess revolutionieren.
Beispiele für anerkennungsfähige Berufserfahrung
Sofern die im Studium vermittelten Lernergebnisse bereits durch berufsbildende höhere Schulen wie etwa einschlägige HTLs oder durch beruflich erworbene Fähigkeiten nachgewiesen werden können, besteht die Möglichkeit, diese umfangreich anzuerkennen. Beispiele für anerkennungsfähige Berufserfahrung sind etwa die langjährige Tätigkeit als Bauleiter:in oder Baukauffrau/-mann. Die Möglichkeit der Anerkennung ist vorab mit der Studienleitung abzuklären.Der akademische Fortschritt kann so an die persönlichen Bedürfnisse, Interessen und Karriereziele angepasst werden. Hier können auch Module aus Academic Expert Programs, wie „Baubetrieb und Baurecht“, „Baustellenmanagement und Digitales Bauen“ und aus Certificate Programs, wie etwa „Bau- und Bauvertragsrecht“, „Controlling in Bauunternehmen und Bauprojekten“ oder „Grundlagen der Bauprozessoptimierung“ kombiniert werden. Abgeschlossen wird dieses flexible Weiterbildungsstudium im Umfang von 180 ECTS-Punkten mit dem akademischen Grad Bachelor Professional (BPr).
Neues Studium für boomende Bahnbranche

Bahnfahren wird immer beliebter. Es braucht Innovation für die gesamte Infrastruktur. FH St. Pölten startet im Herbst 2025 neuen dualen Bachelor-Studiengang Schienenfahrzeugtechnologie.
Österreich ist die weltweit viertgrößte Eisenbahn-Exportnation und die Österreicher:innen zählen zu den fleißigsten Bahnfahrer in ganz Europa. Ein Schlüssel für den Erfolg sind innovative Züge. Die Fachhochschule St. Pölten bietet nun ab September 2025 mit dem dualen Bachelor-Studiengang Schienenfahrzeugtechnologie das passende Studium für die Entwicklung moderner Schienenfahrzeuge an. Ein Teil der Ausbildung erfolgt direkt in den Unternehmen.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit erfordert ständige Weiterentwicklung
„Moderne Schienenfahrzeuge sind stark nachgefragt. In dem Bereich gibt es vielfältige Chancen für junge Menschen, die einen sinnstiftenden Beruf ausüben wollen. Neben den Anforderungen aus der steigenden Nachfrage, fordern auch Digitalisierung und Nachhaltigkeit ständige Weiterentwicklungen“, sagt Frank Michelberger, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten.Schienenfahrzeuge haben eine sehr lange Einsatzdauer von oft über 40 Jahren. Weit mehr Menschen haben in den Jahrzehnten des Betriebs, der Instandhaltung oder des Upgrades mit den Fahrzeugen zu tun als in der Planung oder im Bau. Das neue Studium betrachtet diesen gesamten Lebenszyklus.
Österreichs Physiotherapie braucht noch mehr Ausbildung

Neue Studie am IMC-Krems liefert grundlegende Daten zur Qualifikation von österreichischen Physiotherapeuten. Primär geht es um das Wissen im Umgang mit schwerwiegenden Erkrankungen und die dann nötigen Entscheidungen.
Österreichs Physiotherapeutinnen und ‑therapeuten brauchen noch mehr Training und praktische Erfahrung. Es geht um das bessere Erkennen von ernsthaften Gesundheitsproblemen und sodann klinisch relevante Entscheidungen zum Wohle der Behandelten zu treffen. Das ist das Fazit einer Studie unter der Leitung des IMC-Krems, die kürzlich auch im Fachjournal BMC Primary Care veröffentlicht wurde.
Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung
Insbesondere die Entscheidungsfähigkeit, ob eine physiotherapeutische Behandlung fortgeführt („keep“) oder der/die Betroffene an den Arzt zurück überwiesen werden sollen („refer“), könnte durch gezielte Fortbildung und spezialisierte Trainingsprogramme weiter verbessert werden. Die Ergebnisse machen deutlich, dass gezielte Maßnahmen wünschenswert und notwendig sind, um das Wissen der Fachkräfte vor allem im Umgang mit schwerwiegenden Erkrankungen zu erweitern.Auch Österreich ist auf die Expertise seiner Physiotherapeuten angewiesen, um die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu bewahren oder nachhaltig zu fördern. Gut ausgebildete Fachkräfte spielen besonders bei der Rehabilitation nach Verletzungen oder bei der Betreuung chronisch Erkrankter eine entscheidende Rolle. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Jessica Janssen und Wolfgang Lackenbauer vom Institut für Therapie- und Hebammenwissenschaften am IMC Krems hat in einer aktuellen Studie erstmals Basisdaten zur Entscheidungskompetenz der Fachkräfte für Physiotherapie erhoben – und dabei durchaus Verbesserungsbedarf festgestellt.
Klinische Vignetten mit roten Fahnen
Für die Studie wurden 479 Physiotherapeutinnen und ‑therapeuten befragt. Auf dem Prüfstand stand dabei ihre Entscheidungskompetenz, ob fiktive Patienten aufgrund ihrer Fallbeschreibung („klinische Vignette“) weiter behandelt („keep“) oder zur erneuten Abklärung an Ärztin bzw. Arzt zurück überwiesen werden sollten („refer“). “Besonderes Augenmerk haben wir auf das Erkennen sogenannter „Red Flags“, also Warnzeichen für eine ernsthafte Erkrankung gelegt”, sagt Jessica Janssen.Dass bei der Einschätzung des weiteren Vorgehens Verbesserungsbedarf besteht, zeigten die Studienergebnisse sehr deutlich. Bei kritischen klinischen Vignetten entschieden nur 54 Prozent der teilnehmenden Fachpersonen richtig, bei Fällen mit muskuloskelettalen Erkrankungen waren es immerhin 71 und bei unkritischen medizinischen Fällen fast 80 Prozent. Lediglich 2 Fachkräfte konnten alle 12 vorgestellten Fälle komplett richtig beurteilen. Insgesamt zeigte sich somit, dass das Erkennen der “Red Flags”, also Anzeichen für schwerwiegende Erkrankungen, noch mehr gezielter Schulungen bedarf.
Fortbildung und Kooperation
Passend zu diesem Ergebnis gaben auch mehr als die Hälfte der befragten Therapeuten an, dass sie sich eine verstärkte Fortbildung im Bereich schwerwiegender Erkrankungen, die sich bei Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems verbergen können, wünschen. „Unsere Studie zeigt, dass es ein deutliches Potenzial und eine Bereitschaft für eine Professionalisierung der Physiotherapie in Österreich gibt. Hier sollten also gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der klinischen Entscheidungsfindung und der Erkennung von „Red Flags“ angeboten werden“, erklärt Wolfgang Lackenbauer. Ein enger Austausch und eine interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen physiotherapeutischem Fachpersonal und Ärzten sind allerdings entscheidend für eine bestmögliche Versorgung der Patienten.Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Notwendigkeit, in die Aus- und Weiterbildung von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zu investieren, so das IMC-Krems in einer Ausendung. Mit der richtigen Ausbildung und einem verstärkten Fokus auf das Erkennen von „Red Flags“ können sie die Versorgung ihrer Patienten weiter verbessern und gleichzeitig das Gesundheitssystem entlasten. Auch künftige Forschungsinitiativen könnten spezifische Trainingsprogramme fördern, die sowohl die klinische Entscheidungsfindung als auch die interprofessionelle Zusammenarbeit weiter fördern, so das IMC-Krems.
ChatGPT wesentliche Infoplattform für Jugendliche

EU-Initiative Saferinternet erhebt neuerlich Social-Media-Favoriten von Österreichs Jugend. Nutzung von WhatsApp, Instagram, TikTok & Co. abermals gestiegen. Microsoft Teams erstmals in Top 6.
Welche sozialen Netzwerke nutzen Jugendliche in Österreich, gibt es Unterschiede zwischen Mädchen und Jungs, und welche Entwicklungen zwischen den einzelnen Anbietern sind relevant ? Der Jugend-Internet-Monitor der EU-Initiativ Saferinternet.at untersucht seit nunmehr zehn Jahren die Nutzung von sozialen Netzwerken durch österreichische Jugendliche.
Die Datenerhebung wird regelmäßig mit Unterstützung von EU und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt und operativ vom Institut für Jugendkulturforschung durchgeführt. Diesmal wurden 405 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren aus ganz Österreich befragt. Die Erhebung hat wiederum mehrere spannende Ergebnisse gebracht und sie zeigt relevante Trends im generellen Medienverhalten.Große Plattformen wieder stärker genutzt
Den ersten Platz unter den beliebtesten Internetplattformen österreichischer Jugendlicher hat wiederum WhatsApp erfolgreich verteidigt (Nutzung insgesamt : 87 Prozent, davon 82 Prozent täglich). Platz zwei belegt YouTube (80, davon 47 Prozent täglich), gefolgt von Snapchat (74 und davon 89 täglich), Instagram (73 und 78 täglich) und TikTok (insgesamt 72 Prozent, davon 87 Prozent täglich). Im Vergleich zum Vorjahr haben alle Plattformen einen Zuwachs verzeichnet.Neu im Ranking ist die Plattform Microsoft Teams, die von 35 Prozent der Jugendlichen genutzt wird und es damit auf Platz sechs schafft. WhatsApp hat im Vergleich zum Vorjahr wieder an Bedeutung gewonnen. Die Plattform konnte bei den Jugendlichen um elf Prozentpunkte zulegen und bleibt der beliebteste Messenger. „Bei WhatsApp ist eine Angleichung der Funktionen an die Konkurrenz zu beobachten“, erklärt Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet. „Dieser Trend ist auch bei vielen anderen sozialen Netzwerken erkennbar“, so Buchegger.
TikTok als zunehmende Konkurrenz für YouTube und Nutzung von Snapchat steigt
An zweiter Stelle im Ranking steht die Videoplattform YouTube, die acht von zehn Jugendlichen nutzen. Während Snapchat (89 Prozent täglich), TikTok (87) und Instagram (78 Prozent) von einer großen Anzahl der Befragten täglich verwendet wird, gibt nur knapp die Hälfte der Jugendlichen an, das auch bei YouTube zu tun. „Die im Vergleich geringe Nutzungsintensität lässt sich möglicherweise durch den starken Konsum anderer videozentrierter Plattformen wie TikTok und mittlerweile auch Instagram erklären“, so Buchegger.Mit einer Nutzung von jeweils über 70 Prozent liegen der Nachrichtendienst Snapchat, das Netzwerk Instagram und die Video-App TikTok im diesjährigen Ranking sehr dicht beieinander. Vor allem Snapchat hat im Vergleich zum Vorjahr (plus 13 Prozent) an Bedeutung gewonnen und ist vom fünften auf den dritten Platz vorgerückt. Instagram hingegen rutschte vom zweiten auf den vierten Platz ab.
Instant-Foto-App BeReal verliert und Microsoft Teams gewinnt
Verluste hinnehmen musste heuer die Instant-Foto-App BeReal : Wurde sie im Vorjahr von knapp einem Drittel der Befragten genutzt, verliert sie 2025 sieben Prozentpunkte (Nutzung insgesamt : 24 Prozent). Auch die aus dem Gaming-Bereich stammende Plattform Discord verzeichnet einen Rückgang. Die Spieleplattform Roblox hingegen konnte im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Neu im Ranking ist die „Walkie-Talkie-App“ TenTen, die bereits von 13 Prozent der Befragten genutzt wird.Erstmals wurde in der aktuellen Studie die Nutzung der Plattform Microsoft Teams erhoben, die mit 35 Prozent unter den Top 6 der beliebtesten Plattformen rangiert. 29 Prozent der Jugendlichen geben an, Teams täglich zu nutzen, knapp die Hälfte zumindest wöchentlich. Die Plattform hat – vor allem durch die Corona-Pandemie – auch Einzug in den Schulalltag gehalten. Ein beliebtes Feature ist die Gruppenfunktion, die unter anderem für die klasseninterne Kommunikation genutzt wird. „Abzuwarten bleibt, ob in diesem Kontext WhatsApp-Gruppen abgelöst werden“, so Buchegger.
ChatGPT etabliert sich als wichtige Infoplattform Bei der Befragung zum Thema Chatbots zeigte sich, dass drei Viertel der befragten Jugendlichen bereits mindestens einmal KI-Chatbots wie ChatGPT genutzt haben. Mit einer Nutzungsrate von fast 80 Prozent liegen die männlichen Jugendlichen hier um sechs Prozentpunkte vor den weiblichen. Große Unterschiede in der Nutzung von KI-Chatbots gibt es zwischen der Altersgruppe der 11- bis 14-Jährigen (67 Prozent) und jener der 15- bis 17-Jährigen (84 Prozent).
Am häufigsten wird ChatGPT direkt auf der Plattform OpenAI genutzt (92 Prozent), gefolgt vom Snapchat-Chatbot MyAI (45). Nur zwölf Prozent der Befragten nutzen den KI-Chatbot von Microsoft über die Suchmaschine Bing. Geschlechterspezifische Unterschiede zeigen sich vor allem beim Chatbot MyAI, der von mehr Mädchen (50) als Jungs (41 Prozent) genutzt wird.
Projektaufruf zum diesjährigen Safer Internet Day

Am 11. Februar 2025 findet der internationale Safer Internet Day statt. Unter dem Motto „Together for a better internet“ dreht sich wieder alles um den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Konsequenzen des eigenen Handelns im Netz sind jedoch vielen nicht bewusst – das gilt für Erwachsene, aber vor allem für junge Menschen. Die EU-Initiative Saferinternet.at ruft gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung dazu auf, sich mit eigenen Projekten aktiv am Safer Internet Day 2025 zu beteiligen. Weltweit tun das mehr als 100 Länder.
Vielfältige Teilnahmemöglichkeiten von online über offline bis zu interaktiv
Der internationale Aktionstag am 11. Februar 2025 steht wieder unter dem Motto „Together for a better internet“. Ob Kinder, Jugendliche, Erziehungsberechtigte, Schulen, Unternehmen oder Politik : Alle können ihren Beitrag zu einem sicheren Internet leisten – sei es durch einen respektvollen Umgang miteinander, die Förderung von Medienkompetenz, die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Angebote für Kinder und Jugendliche, die Entwicklung sicherer Produkte oder die Schaffung geeigneter rechtlicher Rahmenbedingungen.Alle Institutionen, Bildungseinrichtungen, Jugendorganisationen, Medien und Unternehmen sind aufgerufen, sich aktiv am Safer Internet Day 2025 zu beteiligen und eigene Aktivitäten rund um das Thema Internetsicherheit durchzuführen und zu präsentieren.
Die Beteiligungsmöglichkeiten sind vielfältig und Kreativität ist ausdrücklich erwünscht.„Jede Form der Beteiligung macht das Internet zu einem sicheren Ort“
Der Safer Internet Day 2025 bietet den idealen Rahmen, um eigene Projekte und Initiativen zur Förderung der sicheren Internetnutzung zu starten oder vorzustellen. Um die Aktivitäten zum Safer Internet Day einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, wird auch 2025 wieder die Social Wall auf saferinternetday.at zur Verfügung stehen. Alle Projekte, die in sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #SID2025AT und einem Foto geteilt werden, werden auf der Social Wall zu sehen sein.„Wir sind jedes Jahr aufs Neue begeistert, welche vielfältigen, kreativen und wertvollen Beiträge uns zum Safer Internet Day erreichen. Ganz egal, ob dabei eigene Projektideen umgesetzt oder bestehende Angebote wie etwa unsere beliebten Quiz und Schnitzeljagden genutzt werden : Jede Form der Beteiligung ist sinnvoll und trägt dazu bei, das Internet zu einem sicheren Ort zu machen!“ sagt Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.
Februar 2025 als Safer-Internet-Monat und attraktive Preise
Auch diesmal sollen wieder möglichst viele Schulen in Österreich am Safer Internet Day teilnehmen : In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird der gesamte Februar einmal mehr zum Safer-Internet-Monat erklärt. Alle Schulen in Österreich sind eingeladen, sich mit ihren Projekten zu beteiligen.Auf die Teilnehmenden warten zudem attraktive Preise. Unter allen Schulen und Jugendeinrichtungen, die ihre Aktivität bis 2. März 2025 mit dem Hashtag #SID2025AT in sozialen Netzwerken teilen oder mit Foto auf saferinternetday.at einreichen, werden drei Medienausstattungen nach Wahl im Wert von je 500 Euro sowie drei Saferinternet-Workshops im Ausmaß von je vier Stunden verlost (Anm. mit Unterstützung von A1).
Aktionen können schon jetzt geplant und gestartet werden
Interessierte können ihre Teilnahme am Safer Internet Day und Safer-Internet-Monat schon jetzt planen und sich Inspiration über die Projekt-Website holen. Dort finden Schulen und alle anderen Institutionen Projektideen, Stundenbilder und interaktive Lernspiele. Informationen, Logos und Banner zum Safer Internet Day 2025 sind ebenfalls abrufbar.Anlässlich des Safer Internet Day 2025 sind dann auch heuer wiedert Pädagog:innen, Eltern und Erziehungsberechtigte und interessiertes Fachpublikum zur Fachtagung „Aufwachsen in der digitalen Welt“ eingeladen. Die Veranstaltung findet am 13. Februar 2025 von 14:00 – 17:30 bei A1 Telekom Austria in Wien statt und bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Workshops und Raum zur Vernetzung (Infos unter unter www.saferinternet.at/fachtagung).
Breites Angebot an relevanten Informationen und Unterstützungen
Saferinternet unterstützt Kinder, Jugendliche, Erziehungsberechtigte und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Auf der Website sind wissenswerte und relevante aktuelle Informationen und praktische Tipps zu Themen wie Informationskompetenz, soziale Netzwerke, Cybermobbing, Sexualität & Internet oder Datenschutz.Saferinternet bietet aber auch maßgeschneiderte Workshops in Schulen oder bei Elternabenden, kostenlose Ratgeber oder Broschüren an. Saferinternet.at ist die österreichische Informationsstelle im Safer Internet Netzwerk der EU (Insafe) und wird vom ACR-Institut ÖIAT in Kooperation mit der ISPA umgesetzt.
Zukunftsweisende Avantgarde versus populärer Mainstream

Neue Initiative „KI ?/& KUNST“ fördert Dialog über vielfältige Wechselwirkungen zwischen KI und menschlicher Kreativität. Auftakt im Tullner Haus der Digitalisierung beleuchtet aktuelle Entwicklungen.
Künstliche Intelligenz (KI) ist spätestens seit der Verfügbarkeit von ChatGPT omnipräsent und beeinflusst gesellschaftliche Entwicklungen von den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Journalismus über die Wirtschaft bis hin zu politischer Kommunikation und Kultur- und Kreativwirtschaft. Die neue Initiative „KI ?/& KUNST“ will nun den Dialog über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen (künstlicher) Intelligenz und (menschlicher) Kreativität fördern.
Beim Auftakt im Haus der Digitalisierung in Tulln wurden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet und aktuelle Möglichkeiten auf Probleme zu reagieren und dabei zukünftige Entwicklungen abzubilden. „Die Anzahl an Beratungs- und Schulungsmöglichkeiten zu vielfältigen Anwendungsgebieten von (generativer) künstlicher Intelligenz nehmen zwar in großem Ausmaß zu, der Diskurs darüber wird aber häufig oberflächlich und stark polarisierend geführt“, sagt Sibylle Moser, Leiterin des E³UDRES² Center for Culture und Creativity an der FH St. Pölten.
Viele Möglichkeiten und warnende Stimmen
Besonders in der Kunst wirft der Siegeszug von KI-Systemen die Frage nach dem Stellenwert von Kreativität, Eigensinn und Unberechenbarkeit in der menschlichen Kommunikation auf. Während manche die zahlreichen neuen Möglichkeiten für künstlerisch-kreative Prozesse durch künstliche Intelligenz betonen, warnen andere vor einer vollständigen Verdrängung von kritisch-reflektierender Kunst durch oberflächliche Unterhaltung, vom Verschwinden zukunftsweisender Avantgarde(n) im weiterwachsenden populären Mainstream.„Kunst wurde und wird in vieler Hinsicht immer auch als ein Seismograf für relevante Entwicklungen und bevorstehende (radikale) Veränderungen in Gesellschaft und Umwelt verstanden. Dabei wurde seit jeher versucht, Grenzen menschlicher Wahrnehmung, Vorstellungskraft und Gestaltungsmöglichkeiten durch in der jeweiligen Zeit neue Werkzeuge und neue Medien zu erweitern“, sagt Hannes Raffaseder, Geschäftsführer der FH St. Pölten. “In unserem digitalen Zeitalter sind aber das hohe Tempo der Entwicklungen und auch die große Dimension der potenziellen Veränderungen neu“, betont Raffaseder auch als Medienkünstler und Komponist.
KI und verrückte Menschen und der Dialog
Aktuell stellte sich nun die Initiative „KI ?/& KUNST“ im Haus der Digiutalsierung in Tulln mit einer Auftaktveranstaltung der Öffentlichkeit vor. Am Programm stand ein Impulsvortrag von FH-Geschäftsführer Hannes Raffaseder zum Thema „Ver?Messen, Ver?Schwinden, Ver?Zweifeln. Warum künstliche Intelligenz ver-rückte Menschen braucht“. Sibylle Moser gab eine Einführung zum Thema „(Anti-) Thesen zu KI ?/& Kunst : Ausgangspunkte und aktueller Stand des Dialogs“.Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Stephanie Meisl, Medienkünstlerin und stv. Vorsitzende des Creative Industries Rats des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Veronika Liebl, Festivaldirektorin der Ars Electronica, Manuela Waldner, Associate Professor an der TU Wien, Christian Huemer, Leiter des Belvedere Research Center und Seppo Gründler, Vorstandsmitglied des IMA Institut für Medienarchäologie.
Einladung für interessierte Menschen
Höhepunkt des Abends waren dann künstlerische Interventionen von der Tänzerin Andrea Nagl und vom FH-Forscher und Medienkünstler Markus Wintersberge, die eine dreiteilige Performance zum Thema „smART Data Bridge & gehe rückwärts durch die Wand” boten. Die Veranstaltung wurde von der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich gefördert und in Kooperation mit dem Center for Culture und Creativity der FH St. Pölten, dem Digital Innovation Hub Ost und dem Digital Makers Hub organisiert.„Die Initiative „KI ?/& KUNST“ lädt interessierte Menschen zum Dialog über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen (künstlicher) Intelligenz und (menschlicher) Kreativität, um unterschiedliche Perspektiven zu beleuchten, gemeinsam gestaltend auf aktuelle Möglichkeiten und Probleme zu reagieren und auf diese Weise mögliche zukünftige Entwicklungen zu antizipieren“, so die FH St. Pölten in einer Aussendung. Weitere Veranstaltungen werden folgen.
Künstliche Intelligenz und die IT-Sicherheit

FH St. Pölten widmete sich in Konferenz neuen Entwicklungen rund um die Sicherheit von IT-Systemen. Ein gesonderter Fokus betraf die Bereiche Künstliche Intelligenz und Cyber-Security.
Die Veranstaltung „IT Security Community Exchange (IT-SECX)“ der Fachhochschule St. Pölten dient als Plattform für den Austausch von Wissen und Informationen über neue Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit. Unter dem diesjährigen Motto „AI & Security“ lag der Schwerpunkt bei Künstlicher Intelligenz im Kontext von Cyber Security. Experten präsentierten dabei aktuelle Forschungsprojekte und Praxisberichte.
Schutz von KI-Systemen und das sogenannte Red Teaming als Strategie
Künstliche Intelligenz (KI) wird häufig als generisches Verbesserungsmittel gepriesen, das Arbeitsprozesse vereinfacht und Ergebnisse optimiert und das gilt auch im Bereich der Cyber Security. KI steht allerdings nicht nur den Verteidigern zur Verfügung, sondern auch den Angreifern. KI kann also nicht nur die Qualität der Detektion von Bedrohungen steigern, sondern etwa auch die Komplexität von Angriffen. Trotzdem kann KI insbesondere die Automatisierung von Sicherheitsprozessen verbessern und das inkludiert dann auch die Effizienz von etwaig knappen Ressourcen im Bereich der Cyber Security.
Bei der Veranstaltung erläuterte dann Daniel Fabian im Eröffnungsvortrag die zentrale Rolle von gegnerischen Tests (Anm. Red Teaming als engl. Fachbegriff) bei der Sicherung von KI-Funktionen und ‑Produkten. Der Leiter des Machine Learning Red Teams bei Google Zürich ging dabei auf die verschiedenen Formen des KI Red Teaming ein, darunter Content-Sicherheitsprüfungen, Tests gefährlicher Fähigkeiten und gegnerischen Simulationen. Fabian zeigte, welche Methoden und Technologien Angreifer nutzen können, um KI-Systeme zu manipulieren oder gezielt anzugreifen.Offense, Defense oder OT-Security als spezifische Themenkreise
Neben dem Themenbereich „AI & Security“ wurden vier weitere Programmschwerpunkte erläutert. Darunter Offense/Pentesting, Defense/Detection und die immer wichtigeren Bereiche der sogenannten Operation Technology (OT) & Industrial Security, wo neben technischen Themen auch die neuen gesetzlichen Regularien rund um NIS2 behandelt wurden. Weitere Themen waren dann noch Code Analyse über Informationssicherheitsmetriken und Security Awareness.„Die IT-SECX hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Security-Community sich intensiv mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinandersetzt. Die hochkarätigen Expert:innen boten uns faszinierende Einblicke in verschiedene aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen“, so Thomas Brandstetter, Organisator und Vorsitzender des Programmkomitees der IT-SECX. Angaben zufolge besuchten die Veranstaltung rund 750 Teilnehmer:innen.