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Kri­tik an Stand­ort im Kon­text mit Digitalisierung

In Öster­reich ist die Zufrie­den­heit mit den Rah­men­be­din­gun­gen für Digi­ta­li­sie­rung auf einem Tief­stand. Gro­ße Unter­schie­de gibt es zwi­schen Stadt und Land, so eine Ana­ly­se in neu­er Stu­die von EY.

Die Rah­men­be­din­gun­gen für die Digi­ta­li­sie­rung in Öster­reichs Mit­tel­stand sto­ßen auf zuneh­men­de Kri­tik. Nur noch ein Drit­tel der Betrie­be bewer­tet die Stand­ort­be­din­gun­gen als posi­tiv und das ist der nied­rigs­te Wert seit Beginn der EY-Erhe­bun­gen im Jahr 2019. Zum Ver­gleich : Im Jän­ner 2021, dem bis­he­ri­gen Höchst­stand, zeig­te sich noch eine deut­li­che Mehr­heit von 72 Pro­zent der Unter­neh­men zufrie­den, seit­dem hält der Nega­tiv­trend an.

Unter­neh­men in urba­nen Regio­nen wie Wien bewer­ten die Stand­ort­be­din­gun­gen für die Digi­ta­li­sie­rung deut­lich posi­ti­ver als etwa Betrie­be in länd­li­chen Gebie­ten wie Nie­der­ös­ter­reich. Wäh­rend Städ­te oft von bes­se­rer digi­ta­ler Infra­struk­tur und einem grö­ße­ren Pool an Fach­kräf­ten pro­fi­tie­ren, kämp­fen länd­li­che Regio­nen stär­ker mit struk­tu­rel­len Defi­zi­ten, die die Digi­ta­li­sie­rung erschwe­ren. Das sind Ergeb­nis­se einer EY-Stu­die, für die über 500 mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men in Öster­reich befragt wur­den (sie­he auch zwei­ten eco­no­my-Bericht).

Licht­blick zeigt sich bei der digi­ta­len Infrastruktur
Ein Licht­blick zeigt sich bei der digi­ta­len Infra­struk­tur : Hier bewer­ten fast sieb­zig Pro­zent der Unter­neh­men die Leis­tungs­fä­hig­keit als posi­tiv. Deut­lich schlech­ter schnei­det hin­ge­gen die Ver­füg­bar­keit von aus­rei­chend qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal ab. „Die Stand­ort­be­din­gun­gen für die Digi­ta­li­sie­rung in Öster­reich haben aus Sicht der Unter­neh­men erheb­li­chen Nach­hol­be­darf. Obwohl Öster­reich im Digi­tal Eco­no­my and Socie­ty Index (DESI) der EU den 10. Platz belegt, zei­gen die regio­na­len Unter­schie­de, dass geziel­te Maß­nah­men not­wen­dig sind, um die Digi­ta­li­sie­rung flä­chen­de­ckend zu för­dern“, so Chris­toph May­er von EY.

Wäh­rend die digi­ta­le Infra­struk­tur weit­ge­hend posi­tiv wahr­ge­nom­men wird, bleibt der Fach­kräf­te­man­gel eine der größ­ten Hür­den. Ohne qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal kön­nen vie­le Unter­neh­men die Poten­zia­le der Digi­ta­li­sie­rung nicht voll­stän­dig aus­schöp­fen. „Hier braucht es ver­stärk­te Anstren­gun­gen sei­tens Poli­tik und Wirt­schaft, um zukunfts­fä­hi­ge Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen“, meint Chris­toph May­er. Lösun­gen für die­se Pro­ble­ma­tik bie­tet hier die IT-Bran­che. Der IT-Dienst­leis­ter CAN­COM Aus­tria etwa setzt hier mit eigens ent­wi­ckel­ten Mana­ged Ser­vice Diens­ten an. 

red/czaak
11.03.2025

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