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© NLK Khittl

Inno­va­tio­nen für den Markt denken

Nie­der­ös­ter­reich ist ein Wis­sen­schafts­land gewor­den. Die aktu­el­len Prä­mie­run­gen beim „tec­net accent Inno­va­ti­on Award“ zei­gen ein­mal mehr umfang­rei­che und inhalt­lich brei­te Inno­va­ti­ons­kraft jun­ger Forschender. 

Letz­ten Don­ners­tag wur­de der „tec­net accent Inno­va­ti­on Award“ der Uni­ver­si­tät für Wei­ter­bil­dung Krems im Mil­le­ni­ums­saal des Land­hau­ses ver­lie­hen. Lan­des­haupt­frau Johan­na Mikl-Leit­ner beton­te im Rah­men der Ver­an­stal­tung die zen­tra­le Bedeu­tung von Wis­sen­schaft und For­schung für Nie­der­ös­ter­reich und zeich­ne­te drei Pro­jek­te aus dem Gesund­heits­be­reich aus. Die Ver­an­stal­tung bot auch Gele­gen­heit für einen Blick auf die ein­drucks­vol­le Ent­wick­lung von Nie­der­ös­ter­reich zu einem auch inter­na­tio­nal beach­te­ten For­schungs- und Wissenschaftsstandort.

Von Donau Uni Krems über Med­Aus­tron und ISTA bis zum neu­en Wis­sen­schafts­cam­pus Hainburg
„Wir waren uns damals schon bewusst, Nie­der­ös­ter­reich ist ein Land, das über kei­ne Roh­stof­fe ver­fügt, aber wir haben auf alle Fäl­le vie­le jun­ge Talen­te und klu­ge Köp­fe und des­we­gen war es rich­tig und not­wen­dig in den gesam­ten Bereich der Wis­sen­schaft und For­schung zu inves­tie­ren“, erin­ner­te Johan­na Mikl-Leit­ner, Lan­des­chefin von Nie­der­ös­ter­reich, an die Anfän­ge der Wis­sen­schaft in Niederösterreich.

„Mitt­ler­wei­le kön­nen wir sagen : ja, Nie­der­ös­ter­reich ist zu einem Wis­sen­schafts­land gewor­den, das wir immer wei­ter aus­bau­en“, ver­wies Mikl-Leit­ner etwa auf (auch) inter­na­tio­na­le Leucht­turm­pro­jek­te wie das Med­Aus­tron in Wie­ner Neu­stadt, das ISTA in Klos­ter­neu­burg oder an den künf­ti­gen Wis­sen­schafts­cam­pus in Hain­burg. Nukle­us für all die­se über­aus erfolg­rei­chen Akti­vi­tä­ten waren die posi­ti­ven Erfah­run­gen im Rah­men der Grün­dung und Umset­zung der Donau Uni Krems.

Drei Pro­jek­te aus dem Gesundheitsbereich
Es geht aber auch dar­um die­ses neue Wis­sen in die wirt­schaft­li­che Umset­zung zu brin­gen. „Schön ist, dass wir heu­te drei Pro­jek­te in den Mit­tel­punkt stel­len, die aus dem Gesund­heits­be­reich kom­men“, so Mikl-Leit­ner und erin­ner­te zugleich an die lau­fen­de Gesund­heits­re­form im Land, mit dem Ziel neue Struk­tu­ren zu schaf­fen und die Gesund­heits­ver­sor­gung nach­hal­tig auf höchs­tem Niveau garan­tie­ren zu kön­nen. „Mit dem Award wür­di­gen wir nicht nur her­aus­ra­gen­de For­schen­de, son­dern auch die Insti­tu­tio­nen und ihre Bedeu­tung für die Gesell­schaft“, ergänz­te Vik­to­ria Weber, Vize­rek­to­rin für For­schung und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung an der Uni für Wei­ter­bil­dung Krems. 

Ziel des Wett­be­werbs ist der Trans­fer wis­sen­schaft­li­cher Ideen in prak­ti­sche Anwen­dun­gen – auch ohne fixen Busi­ness­plan. „Wir wol­len jun­ge For­schen­de ermu­ti­gen, ihre Inno­va­tio­nen für den Markt zu den­ken“, sagt Doris Agne­ter, Geschäfts­füh­re­rin der tec­net equi­ty Nie­der­ös­ter­reich. „Seit der Grün­dung 2009 haben bereits rund 100 Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler an Coa­chings und Wett­be­wer­ben teil­ge­nom­men. Wir wol­len jun­ge For­schen­de ermu­ti­gen, ihre Inno­va­tio­nen für den Markt zu den­ken“, betont sie die Entwicklung.

KI-basier­tes Ver­fah­ren im Rönt­gen­be­reich und prä­zi­se Erfas­sung von Geruchsstoffen
Den ers­ten Preis beim aktu­el­len Bewerb erhielt Ken­neth Chen von der Uni­ver­si­tät für Wei­ter­bil­dung Krems. Er ent­wi­ckelt ein KI-basier­tes Ver­fah­ren zur auto­ma­ti­sier­ten Erken­nung von Bein­ach­sen­ab­wei­chun­gen auf kon­ven­tio­nel­len Knie-Rönt­gen­bil­dern. Das neue Sys­tem soll künf­tig eine prä­zi­se­re Dia­gnos­tik ermög­li­chen – ohne zusätz­li­chen Auf­wand in der Bildgebung. 

Zwei zwei­te Plät­ze gin­gen an inno­va­ti­ve Pro­jek­te aus Sen­so­rik und Bio­tech­no­lo­gie. Ein­mal Juan A. Alle­gret­to von der Danu­be Pri­va­te Uni­ver­si­ty, der mit einer neu­ar­ti­gen Platt­form zur prä­zi­sen Erfas­sung von Geruchs­stof­fen über­zeug­te. Die opti­schen Sen­so­ren könn­ten zukünf­tig in der Lebens­mit­tel­kon­trol­le, im Umwelt­mo­ni­to­ring oder bei der medi­zi­ni­schen Dia­gnos­tik Anwen­dung fin­den. Und dann Adri­an Lend­vai vom IMC Krems, der gemein­sam mit einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Team an einem Pep­tid forscht, das das Kno­chen­wachs­tum för­dert und die Inte­gra­ti­on von Implan­ta­ten beschleu­ni­gen soll.

red/czaak
29.04.2025

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